Naturhaushalt Grenzübergreifende grüne Netze schaffen

Der rechtlich und fachlich anerkannte Biotopverbund soll die grünen Qualitäten der Metropolregion Hamburg weiter stärken und verbessern. Vier regionale Teilprojekte in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg werden beispielhaft Maßnahmen zum Biotopverbund planen und umsetzen und gleichzeitig neue Möglichkeiten für Naturerlebnisse schaffen.

Grenzübergreifende grüne Netze schaffen

Grüne Freiräume und Verbindungsachsen sichern nicht nur Tieren und Pflanzen ein Überleben, sie verbessern auch die Lebensqualität der Menschen in der Metropolregion und sind damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Wälder, Moore, Flüsse und Feldmarken erfüllen bedeutende Ökosystemleistungen. Sie sind Frischluftschneisen, speichern CO2 und dienen als Retentionsräume für Regenwasser. Für die Menschen bieten sie unverzichtbare Erholungsräume.

Beim Biotopverbund geht es darum, verinselte Biotope oder Naturschutzgebiete miteinander zu verbinden, auch über Äcker, Siedlungen und Straßen hinweg. Das kann nur funktionieren, wenn möglichst viele Nutzer in die Planungen zum Biotopverbund eingebunden werden und die Vorteile und Synergien eines „Grünen Netzes“ erkennen.

In den Rahmenplänen oder Landschaftsprogrammen ist der Biotopverbund in allen vier Bundesländern bereits verankert und kartografisch dargestellt. Biotopachsen enden jedoch nicht an Länder- oder Kreisgrenzen. Deshalb soll im Rahmen des Dachprojekts eine Biotopverbundkarte für die gesamte Metropolregion entstehen. Auf regionaler Ebene sollen in den Teilprojekten Maßnahmen zum Biotopverbund zusammen mit Angeboten zum Naturerleben umgesetzt werden, um so das Verständnis für das fachlich anspruchsvolle Thema zu fördern. Ein Fachdialog dient dazu die „Best Practice-Beispiele“ vorzustellen und zu diskutieren. Ziel ist eine Übertragbarkeit der erprobten Maßnahmen und die Förderung einer breiten Akzeptanz des Biotopverbundes in der Öffentlichkeit.

Teilprojekte 

Teilprojekt 1: Biotope verbinden und erleben im Regionalpark Wedeler Au 

Teilprojekt 2: Gewässerkorridore als Erlebnis- und Lebensräume

Teilprojekt 3: Das Grüne Metropolnetz - Umsetzung des terrestrischen Biotopverbundes an Schlüsselstellen in der nördlichen Metropolregion Hamburg

Teilprojekt 4: Entwicklung des Grünen Bandes in der Metropolregion Hamburg

Aktuelles

Fachtagung "Biotopverbund für mehr Lebensqualität in der MRH"

Donnerstag, 15.06.2017, 10.00 bis 14.30 Uhr
im Amt für Regionale Landesentwicklung in Lüneburg (ARL)

Beispiele aus der Metropolregion Hamburg und ganz Deutschland sollen zeigen, wie Biotopverbund und Naherholung zum gegenseitigen Nutzen zusammenwirken können und wo die Grenzen liegen.

Die Veranstaltung richtet sich an Länder, Kreise und Gemeindeverwaltungen, Verbände und Vereine aus Naturschutz, Naherholung und Tourismus sowie Regionalparks, Naturparks und Biosphärenreservate.

Weitere Informationen zur Fachtagung entnehmen Sie bitte dem Programm.

Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 8. Juni 2017 (Anmeldeformular).

Gerne können Sie die Einladung zur Fachtagung an Interessierte weiterleiten.

Daten & Fakten

Ziel: Entwicklung eines Biotopverbundes für die gesamte Metropolregion

Projektträger (Dachprojekt): Kreis Pinneberg

Fördersumme: ca. 1.000.000 Euro

Laufzeit: Mitte 2016 – Mitte 2019

Kontakte Ansprechpartner:

Projektträger
Kreis Pinneberg
Hartmut Teichmann
Kurt-Wagner-Str. 1
25337 Elmshorn
04121 / 45024413
h.teichmann@kreis-pinneberg.de

Ansprechpartner
Regionalpark Wedeler Au e.V.
Barbara Engelschall
Rathausplatz 3-5
2288 Wedel
04103 / 707 391
engelschall@regionalpark-wedeler-au.de