Naturhaushalt Entwicklung des Grünen Bandes in der Metropolregion Hamburg

Ziel ist es, das Grüne Band entlang des ehemaligen „Eisernen Vorhangs“ zu stärken und weiterzuentwickeln. Neben einem fach- und länderübergreifenden Dialogprozess (Baustein I) werden in zwei Teilprojekten konkrete Maßnahmen konzipiert und umgesetzt (Baustein II).

Entwicklung des Grünen Bandes in der Metropolregion Hamburg

Das Grüne Band bietet aufgrund der internationalen Bedeutung und durch die historische Komponente seiner Entstehung die Möglichkeit, das Thema Biotopverbund in Verbindung mit den Themen Naherholung und kulturelles Erbe in breite Bevölkerungsschichten zu transportieren und sie für Naturschutzbelange zu sensibilisieren.

Innerhalb des Bausteins I liegt der Schwerpunkt auf einer Vernetzung regionale Akteure über die Ländergrenzen hinweg, mit dem Ziel einen grenz- und institutions-überschreitenden Dialog in Gang zu setzen. Der Dialog soll die Aktiven im Grünen Band zusammenbringen, um u.a. eine Basis für künftige regionale Zusammenarbeit und mögliche Projekte zu schaffen.

Im Rahmen der bisher erfolgten Aktivitäten wurde herausgearbeitet, dass die Erstellung eines Leitbildes zum Grünen Band für die Metropolregion Hamburg für notwendig angesehen wird. Im Ergebnis soll dargelegt werden, wie dieser Raum in der Metropolregion Hamburg gemeinsam weiterentwickelt werden soll. Dabei sind verschiedene Fragen zur Nutzungskonkurrenz zu beantworten: Wo hat der Naturschutz Vorrang? Wo muss Siedlungsentwicklung sensibel erfolgen? Welche Bereiche sind besonders attraktiv für den Tourismus und Kulturerleben? Welche Anforderungen an eine Besucherlenkung ergeben sich dort aus Sicht des Naturschutzes, etc.  ? Es wird auch angestrebt eine naturschutzfachliche Defizitanalyse zu erstellen, aus der Empfehlungen für regionale Schwerpunktsetzungen zur Weiterentwicklung des Biotopverbundes im Grünen Band abgeleitet werden können.

Mit dem Baustein II sollen Renaturierungsmaßnahmen an Gewässern bzw. ihren Niederungen innerhalb des Grünen Bandes erfolgen.

Hierbei handelt es sich im 1. Teilprojekt um die Delvenau als Grenzfluss zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein bei Lauenburg. Auch wenn von den ehemaligen Grenzanlagen zweier deutscher Staaten nur für den geschulten Betrachter noch unscheinbare Reste zwischen Büchen und Lauenburg erkennbar sind, ist das Projektgebiet jedoch noch lange nicht durchgängig - jedenfalls nicht aus Sicht der Wasserorganismen. Die Mündung der Delvenau ist überbaut, das natürliche Einzugsgebiet stark verringert…, die Mängelliste ließe sich um einiges ergänzen. Innerhalb einer im Projekt durchgeführten, grenzübergreifenden hydrologischen Machbarkeitsstudie wurden deshalb Ziele für die Entwicklung des Gebiets definiert und daraus Maßnahmenkomplexe und Einzelmaßnahmen abgeleitet, um die Wasserversorgung und Durchgängigkeit von Fluss und Niederung zu verbessern. Für viele dieser Maßnahmen sind weitergehende Betrachtungen und Planungen notwendig und es wird noch ein langer Atem für intensive Abstimmungen mit Flächennutzern und weiteren Akteuren erforderlich sein.

Das 2. Teilprojekt bezieht sich auf die Rögnitz einschließlich ihrer Niederung als Grenzfluss zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. An der Rögnitz konnten Maßnahmen umgesetzt werden, die der Strukturverbesserung des Flusses dienen. Es wurden Wasserwechselzonen geschaffen und Totholz in den Prallhang und die abgeflachten Uferbereiche eingebaut (siehe Foto).

Weitere Infos 

Baustein II: http://www.stun-mv.de/projekte/aktuelle-projekte

Daten & Fakten

Ziel: Den Biotopverbund bundesländerübergreifend umzusetzen und in den Köpfen der Verwaltungen, Politik und der Öffentlichkeit zu verankern.

Projektträger (Teilprojekt): Landkreis Ludwigslust

Laufzeit: 06/2016 – 12/2019

Kontakte Ansprechpartner:

Fachdienst Natur- und Umweltschutz
im Landkreis Ludwigslust-Parchim
Garnisonsstraße 1
19288 Ludwigslust

Jochen Krippenstapel
Tel.: 03871 / 7226800
E-Mail: jochen.krippenstapel@kreis-lup.de


Daten & Fakten

Ziel: Renaturierung der Rögnitz

Projektträger (Teilprojekt): Landkreis Lüneburg

Laufzeit: 2016 – 2017

Kontakte Ansprechpartner:

Landkreis Lüneburg
Auf dem Michaeliskloster 4
21335 Lüneburg

Stefan Bartscht
Tel.: 04131 / 26-1286
E-Mail: stefan.bartscht@landkreis.lueneburg.de