Wirtschaft 4.0 in der Unternehmenspraxis Effizienz gestalten – digital! - Themenschwerpunkte

Donnerstag, 8. Juni 2017, 12.30-18.30 Uhr
Leuphana Universität Lüneburg, Zentralgebäude 

Effizienz gestalten – digital! - Themenschwerpunkte


1. Themenschwerpunkt Simulation
Digitale Systeme zum Planen, Gestalten und Visualisieren


1.1. Augmented und Virtual Reality richtig einsetzen

Sven Samplatzki, nation d GmbH, Hamburg, www.nationd.com 

nation d wurde 2015 gegründet und agiert als Hybrid aus Unternehmensberatung und technischem Dienstleister. Das Team wird durch ein unternehmensnahes Netzwerk von Experten ergänzt. 

Inhalt des Praxisbeispiels:
Die Teilnehmer lernen die Möglichkeiten von Augmented und Virtual Reality (AR & VR) anhand verschiedener Anwendungsfälle kennen. Gezeigt werden z. B. die visuelle Verschmelzung einer Bestandsimmobilie mit einer geplanten Produktionsanlage sowie interaktive Modelle von Fahrzeugen, Maschinen und Innenausstattungsvarianten.


1.2. Simulationswerkzeuge in der Intralogistik-Planung

Karsten Bohlmann und Florian Johannsen
E&K Automation GmbH, Rosengarten, www.ek-automation.com 

EK AUTOMATION ist auf fahrerlose Transportfahrzeuge, Fabrikautomatisierung und Logistiksimulation spezialisiert. Aus 50 Jahren Erfahrung und mit 180 Mitarbeitern entstanden bisher weltweit 10.000 Fahrzeuge in 1.000 Anlagen.

Inhalt des Praxisbeispiels:
Die Teilnehmer können sich über die Möglichkeiten der VR-Visualisierung von fahrerlosen Transportsystemen zur Darstellung von Produktions- und Logistikprozessen informieren. EK-Automation zeigt durch die VR-Brille einen Bereich der Möglichkeiten, den die Industrie 4.0 im Kontext „Mensch und Maschine“ in der Logistik bietet. Komplexe Prozesse in Industrieanlagen lassen sich optimal planen und dimensionieren. Zusammenhänge, Systemgrenzen, Engpässe, Anlagenänderungen, Lösungsalternativen lassen sich mit der Simulation in 2D- und 3D Format realitätsnah und gemäß den Anforderungen abbilden.

2. Themenschwerpunkt Fertigung

Vernetzte Produktionssysteme rund um 3D Druck & ClouD


2.1. Anbindung von Produktionsanlagen in Kundennetzwerken

Dr. Tobias Merl, Pfannenberg Group Holding, Hamburg, www.pfannenberg.com 
Peter Sorowka, Cybus GmbH, Hamburg, www.cybus.io

Als mittelständisches Unternehmen der Elektrotechnik bietet Pfannenberg weltweit mit innovativen Lösungen überall dort präsent, wo es um die Sicherheit von Mensch, Maschine und Umwelt geht. Das Produktspektrum beinhaltet Komponenten bis hin zur Systemlösung für die Schaltschrank-Klimatisierung sowie optische und akustische Warn- und Notsignale.

Das junge Startup Cybus digitalisiert die Industrie durch eine unabhängige, universelle Infrastruktur für Shopfloor-Daten und Mehrwertdienste. Ziel ist es, Industrie und Internet auf einfache und sichere Art miteinander zu vernetzen.

Inhalt des Praxisbeispiels: 
Den Teilnehmern wird eine Lösung für die sichere Anbindung von Endkundennetzwerken über Datenpunkte und Freigabelogik vorgestellt. Das Praxisbeispiel zeigt zudem, wie sich Anbieter von Anlagen bzw. Hardware zu Software-Herstellern und Lösungsanbietern weiterentwickeln können, und welche Herausforderungen die neuen Cloud-gestützten Geschäftsmodelle mit sich bringen.

2.2. Additive Fertigung ergänzt spanende Verfahren

Matthias Otte, Rolf Lenk Werkzeug- und Maschinenbau GmbH, Ahrensburg, www.rolf-lenk.de 
Stefan Ritt, SLM Solutions Group AG, Lübeck, www.slm-solutions.de

Die Firma Rolf Lenk Werkzeug-und Maschinenbau GmbH, ist ein traditionell gewachsener, mittelständischer Betrieb für den Werkzeug- und Maschinenbau und Zulieferbetrieb für diverse Industriezweige. Das Unternehmen hat 25 Mitarbeiter und 3 Auszubildende.

Die Fa. SLM Solutions AG ist Spezialist für Maschinen zur additiven Fertigung von Serienteilen und Prototypen. Das Unternehmen verarbeitet reaktive Pulver (Aluminium) und fertigt unter anderem einsatzfähige Titan-Implantate.

Inhalt des Praxisbeispiels: 
Die Teilnehmer lernen die Voraussetzungen und Möglichkeiten einer Zukunftstechnologie, des selektiven Laserschmelzens, kennen. Schicht für Schicht entstehen bei diesem Verfahren Bauteile aus reaktiven Metallpulvern. Zusammen mit Methoden des Reverse Engineering ermöglicht die Technologie auch die Reproduktion von Bauteilen, für die keine oder nur noch unzureichende Konstruktions- und Fertigungsanlagen existieren. Auch die industrielle Produktion von Kleinserien und Prototypen für die Bereiche Automotive, Werkzeugbau und Ersatzteilen wird mit dem Laserschmelzen realisiert.

2.3. Digitale Prozesskette in der Fertigung

Martin Eigenstetter, Tischlerei Eigenstetter GmbH, Rehna, www.eigenstetter.com

Jan Sender, Fraunhofer Anwendungszentrum Großstrukturen in der Produktionstechnik, Rostock, www.hro.ipa.fraunhofer.de

Die Tischlerei Eigenstetter GmbH wurde 1991 in Rehna gegründet und fertigt mit 19 Mitarbeitern Fenster, Türen und Möbel in Einzelfertigung.

Das Fraunhofer Anwendungszentrum Großstrukturen in der Produktionstechnik an der Universität Rostock bearbeitet ingenieurwissenschaftliche Aufgabenstellungen der Industrie. Hierzu gehört auch die Umsetzung technisch anspruchsvoller, neuer ingenieurwissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Forschung in Unternehmen.

Inhalt des Praxisbeispiels: 
Die Teilnehmer erfahren, wie die digitale Prozesskette von den Konstruktionsdaten hin zur rechnerunterstützten Fertigung (CAD-CAM-Kette) in einem Handwerksbetrieb gestaltet werden kann: In den vergangenen Jahren haben die Tischlerei Eigenstetter und das Fraunhofer Anwenderzentrum eine Fräse auf Basis eines Industrie-Gelenkarmroboters in die Fertigungsprozesse implementiert. Damit können komplexe und dreidimensionale Formen, mehrfach gekrümmte Oberflächen und feinste Strukturen in höchster Präzision hergestellt werden. Diese kommen beispielsweise bei der individuellen Treppenfertigung zum Einsatz.

3. Themenschwerpunkt Services

Wie Kunden und Mitarbeiter Apps sinnvoll nutzen


3.1Online-Buchung von Dienstleistungen

Björn Schlender, Textilpflege Schlender, Buxtehude, www.textilpflege-schlender.de

Sebastian Schmidt und Stefan Michaelis, Jonny Fresh GmbH, Berlin, www.jonnyfresh.com

Die Textilpflege Schlender GmbH wurde 2010 durch Übernahme einer kleinen Reinigung mit Heißmangel in Neu Wulmstorf gegründet. Das Unternehmen bietet seinen Kunden an den Standorten Buxtehude, Harsefeld und Neu Wulmstorf Textilreinigung, Wäscherei, Gardinen- und Sonnenschutzpflege.

Seit Januar 2017 besteht die Kooperation mit der Jonny Fresh GmbH, einem Startup aus Berlin, das die Textilpflege-Dienstleistung via App optimiert. Jonny Fresh ist seit 2013 mit ihrem App-Angebot in Berlin, München und Wien aktiv und erschließt derzeit mit Hilfe von Partnern wie Textilpflege Schlender den Hamburger Markt. In Köln, Hannover und Frankfurt ist das Unternehmen seit April 2017 tätig.

Inhalt des Praxisbeispiels: 
Die Teilnehmer erfahren, wie die Attraktivität bestehender Dienstleistungen durch den Einsatz von kundenorientierten Apps verbessert werden kann. Der Kundennutzen des Praxisbeispiels besteht nicht nur in der Online-Buchbarkeit der Dienstleistung, sondern auch in der reibungslosen Abwicklung inklusive bequemer Logistik und Abrechnung. Die Online-Reinigung ermöglicht damit eine Erweiterung des traditionellen Geschäftsmodells inkl. Erschließung von neuen Kundengruppen.

3.2. Steuerung mobiler Mitarbeiter

Maja Halver und Maike Wiethaup, Ajax Loktechnik GmbH & Co. KG, Hamburg, http://www.ajax-loktechnik.com/

Arkadi Wolfsohn, CLARIS Solutions GmbH & Co. KG, Bad Wildungen, http://claris-solutions.de/

Die im Jahr 2010 gegründete Firma Ajax Loktechnik GmbH & Co. KG hat 30 Mitarbeiter und ist spezialisiert auf die Instandhaltung von Lokomotiven im Güterverkehr. Das Kerngeschäft in Europa besteht aus präventiven und korrektiven Instandhaltungsleistungen, mobil und stationär. Während die präventive Instandhaltung die Vermeidung und Minimierung von Störungen zum Ziel hat, sorgt die korrektive Instandhaltung für die Beseitigung von akuten Störfällen, so dass der Bahnbetrieb der Kunden schnell wieder planmäßig läuft. Das Fahrzeug- und Instandhaltungsmanagement der Ajax Loktechnik muss auch aufgrund der Masse der beweglichen Teile umfassende Qualitäts-, Sicherheits- und Dokumentationsanforderungen erfüllen. Dafür wird eine Softwareplattform der CLARIS Solutions GmbH & Co. KG eingesetzt.

Inhalt des Praxisbeispiels: 
Den Teilnehmern wird dargestellt, wie Organisation und Dokumentation durch den Einsatz einer einheitlichen Softwareplattform und mobiler Endgeräte unterstützt wird. Der gemeinsame Zugriff von Bahnbetreibern und Dienstleistern ermöglicht dabei Prozessunterstützung nach gültigem ECM-Standard wie auch einen konsistenten Kenntnisstand über den Instandhaltungsstatus der Schienenfahrzeuge.

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