Metropolregion Hamburg fliegt fair
Eine Passagierbefragung der HafenCity Universität am Flughafen Hamburg löste alles aus: Nur 3% wussten, dass man bei atmosfair eine freiwillige Zahlung zur CO2-Kompensation leisten kann: Passagiere zahlen freiwillig für die von ihnen verursachten Klimagase.
Das Geld wird in Projekte investiert, die so viel Treibhausgase einsparen, dass die Klimawirkung der Emissionen des Flugzeugs aufgewogen wird. Über 50% der Passagiere waren bereit zu zahlen, wenn die Einnahmen auch für Klimaschutzprojekte in der Metropolregion Hamburg genutzt wurden.
Also haben der Flughafen Hamburg, atmosfair, die Metropolregion Hamburg und die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt das Projekt “Metropolregion fliegt fair” auf den Weg gebracht. Der HSV wurde als Medienpartner gefunden.
Die Lösung ist einfach und praktisch. Ab Marz 2011 können Passagiere eine SMS an atmosfair schicken. Sie geben das Losungswort Fair 1 ein und wählen die Nummer 81190. Damit spenden sie 10 Euro für Klimaschutzprojekte. Der Beitrag wird mit der Telefonrechnung beglichen. 70% der Einnahmen gehen an Klimaschutzprojekte in der Dritten Welt. Dies reicht aus, um die CO2-Emissionen eines Fluges von Hamburg nach Stuttgart und zurück zu kompensieren. Wer weiter fliegt, kann zweimal eine SMS schicken.
30% der Einnahmen gehen an klimarelevante Projekte in der Metropolregion Hamburg. Die Projekte werden von einem regionalen Beirat ausgewählt, in dem atmosfair, der Flughafen Hamburg, die Metropolregion und die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt vertreten sind. Es sollen vor allem Projekte gefördert werden, die für das eingesetzte Geld eine möglichst hohe CO2-Reduktion bringen. Das sind vor allem Renaturierungen von Flussauen und Mooren. Diese sind nämlich sehr effektive CO2-Fallen, da sie CO2 aus der Atmosphäre auf Dauer binden. Pro jährlich eingesparter Tonne CO2 sind lediglich Investitionen von 7 bis 24 Euro nötig.
Gefördert werden aber auch Projekte zur Bewusstseinsbildung, speziell bei Kindern und Jugendlichen.
Das Projekt "Metropolregion Hamburg fliegt fair" sensibilisiert die Reisenden für diesen Widerspruch und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, sichtbare klimafreundliche Aktivitäten in der Metropolregion zu finanzieren und als Einzelperson klimabewusst zu handeln. Der Hamburger Sportverein und Prominente unterstutzen das Projekt durch ihr Engagement - mit einem Foto und der Botschaft “Ich fliege atmosfair”.
Es sind die HSV-Spieler Dennis Aogo, Mladen Petrić und Ruud van Nistelrooy und Prominente wie Daniel Brühl, Judith Döker, Lisa Martinek, Wotan Wilke Möhring und Sönke Wortmann. Im Abflugbereich des Flughafens wird auf vielen Werbeflächen fur die CO2-Kompensation durch SMS geworben.
Projekte:
Hamfelder Moor
Dr. Carl-Heinz Schulz, Kreis Herzogtum Lauenburg Leiter Fachbereich Regionalentwicklung, Umwelt und Bauen: "Wie schon ein renaturiertes Moor aussehen kann, zeigt das Beispiel des Hamfelder Moores bei Kuddeworde im Kreis Herzogtum Lauenburg. Durch Flächenankauf wurde die natürliche Flussaue der Bille wiederhergestellt. Durch den Anstau des Wasserstandes entwickelt sich der Moorkörper wieder in Richtung Vielfalt bei Fauna und Flora und bildet gleichzeitig eine CO2-Senke."
Projekt "Aus der Vergangenheit lernen"
Ina Reher, Kreis Stormarn, Fachbereich Umwelt: "Die Kinder erleben mittelalterliche Lebensbedingungen nach - mit Wasserholen und Feuermachen. Dies ist beschwerlich und kann neue Wertvorstellungen von Wasser und Energie bewirken. Der Vergleich mit heutigen Trockenregionen der Erde und Informationen zu Energie- und Wasserverbrauch rücken selbstverständliche Gewohnheiten in einen neuen Zusammenhang. Die Kinder entwickeln auf dieser Basis viele eigene Ideen zum Wasser- und Energiesparen in ihrem Alltag in der Schule und Zuhause."

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