Regionalkonferenz diskutiert über Klimawandel

Den Klimawandel begreifen, die Ursachen bekämpfen und die Folgen beherrschen. Das war das Thema der Regionalkonferenz 2008 der Metropolregion Hamburg .

Metropolregion Hamburg - Regionalkonferenz 2008

vergrößern Plakat zur Ausstellung: Global Denken - Regional Handeln mit Landkerte der Metropolregion Hamburg als Erdball vor blauem Hintergrund Postkarte versenden (Bild: MRH)

Rund 300 Politiker, Verwaltungs- und Verbandsvertreter diskutierten bei der jährlichen Regionalkonferenz der Metropolregion Hamburg über Maßnahmen gegen den Klimawandel und seine Folgen. In einem Ballungsraum wie der Metropolregion Hamburg könnten wirkungsvolle Strategien nur durch einen regionalen Ansatz ausgestaltet werden, sagte Hamburgs Umweltsenatorin Anja Hajduk bei der Veranstaltung. Jede Stadt kann für sich etwas tun, aber in der Region können wir es effektiver machen, betonte der Norderstedter Baudezernent Thomas Bosse.

Nach Expertensicht sollten die Kommunen in der Region bei der Stadt- und Verkehrsplanung künftig enger zusammenarbeiten, um der Gefahr eines steigenden CO2-Ausstoßes durch den zunehmenden Autoverkehr zu begegnen. Wegen der wirtschaflichen Anziehungskraft werde die Zahl der Einwohner und Pendler in Metropolregionen künftig steigen. Damit das Verkehrsaufkommen dadurch nicht stark zunehme, müssten Kommunen neue Wohn- und Wirtschaftsflächen koordiniert auf bestimmte 'Siedlungsachsen' konzentrierten. Auch der regionale öffentliche Personen-Nahverkehr müsse gemeinsam ausgebaut werden.

Eine Ausstellung unter dem Titel "Global denken, regional handeln" begleitete die Regionalkonferenz. Es ist die erste Ausstellung in Deutschland, in der die Klimaschutzaktivitäten einer ganzen Region zusammengefasst dargestellt werden.

Die Ausstellung zeigt auf 49 Tafeln erfolgreiche Projektbeispiele aus der gesamten Metropolregion: Von Biogas-Anlagen im Landkreis Rotenburg über Moor-Renaturierung im  Kreis Steinburg, Energie-Effizienz-Beratung für Unternehmen im Landkreis Lüchow-Dannenberg bis hin zum Klimawettbewerb im Kreis Pinneberg.