Kultur Grenzgeschichten aus der Metropolregion Hamburg

Die Geschichte der ehemaligen innerdeutsche Grenze in der Metropolregion Hamburg wird in einem gemeinsamen Projekt erstmals zusammenhängend erzählt. Die Metropolregion Hamburg ermöglicht dies durch eine Förderung.

Grenzgeschichten aus der Metropolregion Hamburg

Zum Start des Projektes überreichte Monika Scherf, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Lüneburg im Namen der Förderfonds der Metropolregion am 25. Mai 2018 in Biozenburg den Bewilligungsbescheid über 504.000 Euro an Dagmar Schulz vom federführenden Landkreis Lüchow-Dannenberg. Dabei betonte sie die Bedeutung der gemeinsamen Geschichte: “Die Verständigung über Gemeinsames und Trennendes in der Geschichte stärkt die gemeinsame Identität in der Metropolregion. Durch die breite Kooperation und die Verbindung von Themen wie Natur, Geschichte und Kultur erhoffen wir uns, dass sich die „Grenzgeschichte(n)“ zu einem verbindenden Element für die Metropolregion insgesamt entwickeln.“

Die ehemalige innerdeutsche Grenze in der Metropolregion Hamburg erstreckte sich entlang der Elbe, durch den Schaalsee sowie an den Ufern der Untertrave und der Pötenitzer Wiek; im südlichen Bereich verlief sie im Binnenland. In der Region widmen sich eine Vielzahl von Museen und Gedenkstätten den Themen Teilung und Grenze.

Projetträger ist der Landkreis Lüchow-Dannenberg mit dem größten Anteil an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Als Vertreterin des Projektträgers bedankt sich Dagmar Schulz für die großzügige Förderung des Projektes und sieht darin eine Anerkennung der politischen und gesellschaftlichen Verantwortung für die kulturelle und politische Bildung. 2019 jährt sich der Mauerfall zum 30. Mal. Im Zuge des Generationenwechsels werden die Zeitzeugen dieser deutsch-deutschen Geschichte immer weniger und es ist eine große Aufgabe, das geschichtliche Wissen den folgenden Generationen attraktiv und zeitgerecht zu vermitteln.

In dem neuen Leitprojekt „Grenzgeschichte(n)“ der Metropolregion Hamburg wird nun ein Konzept für eine gemeinsame Erinnerungslandschaft erarbeitet. Wissenschaftlich begleitet wird es eine Bestandsaufnahme von Orten, Initiativen und Projekten geben, mit denen in der Region an die Geschichte der deutschen Teilung erinnert wird. Die Landeszentralen für politische Bildung Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen und der Landesbeauftragte für politische Bildung Schleswig Holstein sowie die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Mecklenburg-Vorpommern begleiten die Arbeit inhaltlich. Über intensive Maßnahmen zur Kommunikation und Information wirbt das Projekt für eine verstärkte Auseinandersetzung mit der Geschichte der deutschen Teilung in der Region.

Geschichtsprojekte und -orte sollen vernetzt und unterschiedliche Initiativen koordiniert werden. Auch sollen sie in aktuelle touristische Konzepte der Region integriert werden. Durch ein gemeinsames Erscheinungsbild wird ihre Außendarstellung verbessert. Dazu kommt eine abgestimmte touristische Bewerbung der Erinnerung an die innerdeutsche Grenze in der Region. Damit wird für Touristen, Durchreisende und Bewohner eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Geschichte der ehemaligen innerdeutschen Grenze ermöglicht.

Das Projekt dient der Vernetzung und Professionalisierung der musealen und pädagogischen Angebote, die an die deutsche Teilung in der Region erinnern. Es unterstützt und befördert die Bildung eines gemeinsamen Netzwerks. Dazu sind im Rahmen einer Auftaktveranstaltung Vertreter der Erinnerungsorte zu einem ersten Austausch zusammen gekommen.

Mit 504.000 Euro tragen die Förderfonds der Metropolregion Hamburg 80 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 630.000 Euro. Mit zusätzlichen 126.000 Euro beteiligen sich die Kreise und kreisfreien Städte entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze: Lübeck, Herzogtum Lauenburg, Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen.


Auf diesen Seiten werden wir in Zukunft über die weiteren Entwicklungen in dem Leitprojekt berichten..