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Kurpark Mölln

Die Wiederherstellung des historischen Parkteils und die Neuanlage des östlichen Bereiches hat zum Ziel, einen innovativen, nutzerorientierten Kurpark mit Inhalten zu Gesundheit und Erholung zu erhalten und Mölln als Kneippkurort zu stärken. Dabei werden die von Lüttge vorgesehenen Gartenbilder der vorhandenen, denkmalgeschützten Gartenbereiche wie der Japangarten und der Rhododendron- und Azaleengarten wieder hergestellt und durch modern interpretierte Themengärten nach den fünf Säulen von Sebastian Kneipp (Wasser, Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen, Ordnung) ergänzt.

 

Zeichnung des Kurparks
(Bild: Kurverwaltung Mölln)

Der neue und attraktive Parkteil erhält einen Brunnenplatz, einen Pavillon für die Minigolfanlage sowie eine Bühne. Für diese schrieb die Kurverwaltung einen Architekturwettbewerb aus. Die neuen Kneippschen Themengärten bestehen aus einem Ernährungsgarten, einem Kneipp-Becken, einem Bewegungsgarten mit Barfußpfad und einem Kräutergarten.

Den Gesamtentwurf für den circa 4 ha großen Kurpark entwarf der Hamburger Gartenarchitekt der IGA 1953 Gustav Lüttge (1909 – 1968) ab Mitte 1966 auf den Flächen einer ehemaligen Kleingartensiedlung. In der Gestaltung kombinierte er ein streng geometrisch angelegtes Wasserbecken mit einer weiten Rasenfläche und einem naturnahen Graben. Eine symmetrisch gepflasterte Promenade steht einer Anlage von frei schwingenden Wegen und Beeten gegenüber. Ein Japangarten wurde als exotisches Element hinzugefügt. Im Frühjahr 2007 stellte das Landesamt für Denkmalpflege den Möllner Kurpark unter Denkmalschutz, da die Parkanlage zu den wenigen noch erhaltenen Gartenwerken der Nachkriegsmoderne in Schleswig-Holstein zählt.


Gegenwärtig wird der Kurpark umgestaltet, dabei soll weitestgehend der ursprüngliche, über die Jahre jedoch teilweise veränderte, Zustand wieder hergestellt werden. Bei der Umsetzung der Maßnahme werden die Pläne des Masterplans "Städtische Grünanlagen" des Planungsbüros adam & adam aus Hannover genutzt.
Die Minigolfanlage wird an den Rand des Kurparks verlegt und unter Rücksichtnahme auf den vorhandenen Baumbestand in die Fläche eingefügt. Dadurch entsteht im zentralen Parkbereich eine durchgehende Rasenfläche entlang des Wallgrabens.

Begründung der Jury:

Die Sanierungsmaßnahmen im Kurpark Mölln stehen exemplarisch dafür, ein innerstädtisches Parkareal den Bedarfen der Menschen anzupassen und als Ort der Begegnung und Erholung zu entwickeln. Gleichzeitig würdigt die Jury die Planungen im Bereich der Gesundheit.

Kontakt und weitere Informationen:

Kurverwaltung Mölln
Hindenburgstraße
23879 Mölln
www.moelln.de

 

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