Industriekultur -Brücken Hubbrücke Plau

Das Städtchen Plau am See hat lange Zeit von der Schifffahrt auf der Elde profitiert: Mitten in der Stadt quert eine pittoreske Hubbrücke den Fluss.

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Die Hubbrücke über die Elde in Plau am See ist längst eine Touristenattraktion. In der Saison wird ihr Fahrbahnträger etliche Male pro Tag gehoben, um Schiffe durchzulassen. Entstanden ist sie 1916 im Rahmen des 1930 abgeschlossenen Ausbaus der Müritz-Elde-Wasserstraße. Seitdem konnten Lastkähne des Groß-Finowmaßes (41,50 Meter lang, 5,10 Meter breit) die Elde befahren. Bis etwa 1961 gab es auf dem Fluss einen regen Frachtverkehr; die Ufer der Schifferstadt Plau dienten als Umschlagplatz. Die Brücke war zudem Teil der durch den Ort führenden Fernstraße 103, ehe 1976 die Umgehungsstraße eingeweiht wurde.

Vor der Hubbrücke gab es eine hölzerne Klappbrücke mit geringerer Spannweite. Eine größere Klappbrücke aber hätte ein schweres Fundament erfordert. Und für eine Drehbrücke fehlte der Platz. Deshalb entschied man sich für die Hubversion. Ihr Nachteil: Die Segelmasten der Kähne mussten für die Durchfahrt geklappt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg bekam die Brücke einen elektrischen Antrieb. Bis dahin wurde die Mechanik mit einer Kurbel per Hand bewegt, von Gegengewichten in den Hubtürmen unterstützt. Seit dem Jahr 2000 wird der erneut veränderte Antrieb ferngesteuert.

Ort: Große Burgstraße / Dammstraße, 19395 Plau am See

Kontakt:

Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, Außenbezirk Parchim
Zum Eldehafen 2
19370 Parchim
Tel. 0 38 71 / 4 51 03-0

Kurzprofil:

Typ: Hubbrücke für Straßenverkehr
Baujahr: 1916, 1991/92 rekonstruiert, 2000 Antrieb umgebaut
Maße: 12,10 Meter lang, Stützweite: 10,50 Meter, Breite: 6,37 Meter, Hubhöhe: 1,86 Meter