Industriekultur - Fabriken Ölmühle Wittenberge

Die Märkischen Ölwerke in Wittenberge an der Elbe sind im 20. Jahrhundert ein Großbetrieb gewesen: Bis zu 1.500 Beschäftigte haben hier Pflanzenöl hergestellt.

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Die Märkischen Ölwerke in Wittenberge sind im 20. Jahrhundert ein Großbetrieb mit bis zu 1.500 Beschäftigten gewesen. Der Berliner Kaufmann Salomon Herz hatte hier 1823 mit einem Dünengrundstück angefangen: Dort an der Elbe ließ er eine kleine Ölfabrik bauen. Damals hatte der Ort nur 1.000 Einwohner, aber den ersten Industriebetrieb. Der Standort war ideal. Die Fabrik lag an der schiffbaren Elbe, in der Nähe großer Anbaugebiete für Ölfrüchte und es gab genügend Arbeitskräfte. Bis 1835 entstand der Elbehafen Wittenberge. Außerdem hat die Stadt dem Fabrikanten Herz wohl auch den Eisenbahnknoten zu verdanken.

1856 brannte die Ölmühle ab, Herz aber ließ sie wieder aufbauen. Sie wurde weit größer als zuvor. 1991 wurde das Werk stillgelegt. Seit 2007 werden die aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammenden Bauten schrittweise saniert. Der Saugturm zum Entladen der Schiffe dient als Café, ein Speicher als Restaurant, Labor und Fabrikanten-Villa sind heute Hotel. Ein Clou sind die reizvoll mit Backstein gestalteten Tankgebäude. Ein alter Eisentank drinnen dient jetzt als Wasserbecken einer Tauchschule, in dem anderen Turm gibt es einen Hochseilkletterpark.

Ort: Bad Wilsnacker Straße 52, 19322 Wittenberge

Informationen:

http://www.oelmuehle-wittenberge.de

Kontakt:

Hotel & Brauhaus Alte Ölmühle

Bad Wilsnacker Straße 52

19322 Wittenberge

Tel. 0 38 77 / 56 79 94–6 00

Kurzprofil:

Typ: Industrielle Großanlage einer Speiseölfabrik

Gründung: 1823

Baujahre: 1856 bis etwa 1900

Stilllegung: 1991

Produktion: Industrie- und Speiseöle aus Ölfrüchten