Industriekultur - Fabriken Mühlenwerke Bad Kleinen

Leerer Fabrikriese am Schweriner See. Die Mühlenwerke Bad Kleinen waren einst die größte Mühle in Mecklenburg.

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Doch nach dem Ende der DDR war der Betrieb veraltet und wurde 1993 stillgelegt. Seitdem steht die sauber in Reformarchitektur gestaltete Baugruppe ungenutzt leer – gekrönt von einem für die Löschwasserreserve genutzten Wasser- und Uhrenturm. 2012 übernahm die Gemeinde das Areal, um es schrittweise unter anderem für touristische Nutzungen zu vermarkten. Denn es liegt malerisch oberhalb vom Schweriner See. Bis 1945 legten hier sogar Frachtkähne an, um Getreide anzuliefern. Und das Mehl wurde von hier bis in das Rheinland verschifft.

Entscheidend aber war die Lage am Eisenbahnknotenpunkt. Den Brüdern Wilhelm und Werner Janssen war ein Neubau ihrer Mühle in Schwerin nicht genehmigt worden. Deshalb ließen sie von 1912 bis 1914 die moderne Großmühle in Bad Kleinen bauen und verdoppelten 1924 deren Kapazität. Bis 1936 kamen Nebengebäude sowie ein Getreidesilo hinzu. Zu DDR-Zeiten investierte der VEB Mühlenwerke Bad Kleinen in neue Technik. Außerdem entstand 1964 das große Silo am Bahnhof. 1989 konnte das Werk mit 72 Beschäftigten noch bis zu 22.000 Tonnen Weizen- und Roggenmehl pro Jahr herstellen.

Adresse des Objekts:
Uferweg 5, 23996 Bad Kleinen

Kontakt:
Heimatverein Bad Kleinen e.V.
Buchenring 2a
23996 Bad Kleinen
Tel. 03 84 23 / 5 14 44

Kurzprofil:
Typ: Großmühle, elektrisch betrieben
Baujahre: 1912-36
Stilllegung: 1993
Produktion: Getreidevermahlung