Industriekultur - Fabriken Tuchindustrie Neumünster

Die erste Dampfmaschine Schleswig-Holsteins stand seit 1824 in der Tuchfabrik Renck in Neumünster: Bis in die jüngste Zeit prägte die Tuchindustrie die Stadt.

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Die erste Dampfmaschine Schleswig-Holsteins stand seit 1824 in der Tuchfabrik Renck in Neumünster. Diese erste Volltuchfabrik der Stadt setzte alle Arbeitsschritte von der Wollverarbeitung bis zum fertigen Tuch selbst um. Die Fabrik arbeitete bis 1896 im ehemaligen Zuchthaus auf der Klosterinsel. Heute ist das Gelände Teil des Parks, den Hans Lorenz Renck 1870 der Stadt stiftete, der aber erst 1921 öffentlich wurde. Die arbeitende Bevölkerung sollte sich hier in stiller Abgeschiedenheit von dem Treiben der Stadt auf „wohl gepflegten Wegen“ ergehen. In der Nähe, am Großflecken 41, blieb das Wohnhaus des Fabrikanten Heinrich Renck erhalten.

Gegenüber, am Großflecken 20, steht noch das zur 1871 gegründeten Tuchfabrik Carl Bartram gehörende Wohnhaus. Das Grundstück des 1914 geschlossenen Werkes erstreckte sich bis zum Mühlenteich, der Keimzelle für viele Tuchfabriken der Stadt. Großindustrielle Dimensionen haben dagegen die Bauten der Tuchfabrik von Christian Friedrich Köster in der Gartenstraße 24 sowie die Tuchfabrik Julius Bartram in der Wrangelstraße 9. Unter der Marke „Juba“ vertrieb Bartram weltweit vor allem hochwertige Wolldecken. 1991 schloss mit ihr die letzte Textilfabrik der Stadt ihre Tore.

Orte: Großflecken / Am Klostergraben / Gartenstraße 24, 24534 Neumünster

Wrangelstraße 9, 24539 Neumünster

Kontakt:

Stadt Neumünster / Denkmalschutz

Brachenfelder Straße 1–3

24534 Neumünster

Tel. 0 43 21 / 9 42 – 26 87

Kurzprofil:

Typ: Tuchfabriken

Baujahre: 1912 (Köster), 1892 bis 1960 (Bartram)

Stilllegung: 1969 (Köster), 1991 (Bartram)

Produktion: Wolltuche