Industriekultur - Fabriken Wollspeicher der Filzfabrik Soltau

Mitten in Soltau hat sich an der Böhme die Filzfabrik Röders entwickelt. In ein altes Lagerhaus der Fabrik ist 2015 das Museum „Filzwelt Soltau“ eingezogen.

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Seit etwa 1850 werden in Soltau Filze für ganz unterschiedliche Anwendungen hergestellt. So produziert die Gebrüder Röders AG unverändert klassische Wollfilze, seit 1966 aber auch Nadelfilze. Sie werden beispielsweise für Kraftwerksfilter und Poliergeräte beim Zahnarzt verwendet. In einem Wollspeicher der Fabrik entstand mit der Filzwelt Soltau 2015 ein unabhängiges Museum zu dem Thema: Dort geht es auf fünf Etagen auf anschaulich-attraktive Art um das Phänomen Filz, die Produkte und die Produktion.

Thema der Filzwelt ist auch die Geschichte der benachbarten Filzfabrik. Der weltweit agierende Familienbetrieb hatte um 1910 etwa 1.600 Beschäftigte. Tragende Säule des nach dem Stiefvater von Firmengründer August Röders (1811–1888) als Carl Breiding & Sohn firmierenden Unternehmens (1834 gegründet) war lange die Bettfedernproduktion (Insolvenz im Jahr 2005). Die Filzproduktion wird 1922 in der Gebrüder Röders AG verselbstständigt. Für beide Produktionsbereiche benötigte die Fabrik viel Wasser, welches auch aus der unter dem Werk durchfließenden Böhme entnommen wurde. Im Treppenhausturm der Fabrik dokumentieren noch zwei genietete Wasserbehälter die Bedeutung des Rohstoffes.

Ort: Marktstraße 19, 29614 Soltau

Informationen / Öffnungszeiten

http://www.filzwelt-soltau.de

Täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Kontakt:

Felto – Filzwelt Soltau

Marktstraße 19

29614 Soltau

Tel. 0 51 91 / 9 75 49 43

Kurzprofil:

Typ: Lagerhaus einer industriellen Großanlage

Baujahr: 1877

Wiederaufbau nach Brand: 1886

Umnutzung: 2015 als Museum „Filzwelt Soltau“ eröffnet