Industriekultur - Hafenanlagen Stadthafen Rostock

Die gesamte Stadt war darauf ausgerichtet. Den in einer Warnowbucht angelegten Stadthafen Rostock gibt es seit dem Mittelalter.

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Den in einer Warnowbucht angelegten Stadthafen Rostock gibt es seit dem Mittelalter: Die gesamte Stadt war darauf ausgerichtet. Außer dem Mönchentor von 1806 erinnert der verkleinerte Nachbau eines 1892 demontierten Tretkrans daran: Mit diesen Hebezeugen wurden Schiffe entladen und Masten aufgestellt. Denn bis in die 1880er Jahre wurden hier Segelschiffe gebaut. Anschließend wuchs der Hafen erheblich. Von der 1855 eingerichteten Hafenbahn steht am Mönchentor noch ein Güterschuppen von 1888. Schließlich entstanden um 1910 drei Kilometer lange Kaianlagen neu.

Nach der Inbetriebnahme des Überseehafens 1960 verlor der Stadthafen seine Bedeutung. 1992 wurde der Güterumschlag weitgehend eingestellt. Historische Spuren sind rar: Es gibt Museumsschiffe, zwei Lagerhallen vom Ende der 1940er Jahre (heute Bühne 602 und Mau Club), die Verwaltung von 1955 (Braugasthaus), eine 1919 für die Hochsee-Fischerei erbaute Halle sowie die um 1935 erbauten Getreidesilos. Wahrzeichen des Hafens ist eine 1952 für den Umschlag von Schüttgut erbaute Kranbrücke des VEB Kranbau Eberswalde. Außerdem blieben zwei Stückgut-Krane stehen: Auch diese Wippdrehkrane (Design: Martin Kelm, 1958) stammen von dem Kranbauer aus Eberswalde.

Ort: Warnowufer / Stadthafen / Am Strande, 18055 Rostock

Informationen:

http://www.geschichtswerkstatt-rostock.de

http://www.technische-flotte-rostock.de

http://www.mare-rostock.de

Kontakt:

Geschichtswerkstatt Rostock
E-Mail: kontakt@geschichtswerkstatt-rostock.de

 

Verein Technische Flotte Rostock
E-Mail: technische-flotte-hro@web.de

 

Freundeskreis Maritimes Erbe Rostock

Postfach 104271
18008 Rostock

E-Mail: maritim@mare-rostock.de

 

Kurzprofil:

Typ: Hafen für Seeschiffe

Gewässer: Warnow

Baujahre: 1888 bis um 1960

Stilllegung Güterumschlag: 1992