Industriekultur - Hafenanlagen Lokschuppen Wismar, Hafenbahn

Das Bahnbetriebswerk Wismar hat sich einst vor allem um die Lokomotiven gekümmert, welche die vielen Güterzüge zum Seehafen befördert haben.

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Seit 1848 hat Wismar einen Eisenbahnanschluss: Damals ging die Strecke nach Schwerin in Betrieb und es entstand ein Lokbahnhof, Vorläufer des Bahnbetriebswerkes Wismar. 1883 wurde die Bahn nach Rostock, 1887 die nach Karow eröffnet – damit wurde in Wismar der erste Bauabschnitt des Ringlokschuppens errichtet. In den 1920er Jahren auf zwölf Lokstände erweitert, wurde erst 1939 eine große Drehscheibe eingebaut. Zu der Zeit gingen die Getreidesilos am Alten Hafen in Betrieb. Der Umschlag im Hafen wurde vor allem über die Bahn abgewickelt. Heute sind die Gleise der Hafenbahn 27 Kilometer lang.

Mit dem Ausbau des Wismarer Hafens zum zweitgrößten Seehafen der DDR (nach Rostock) hatte die Bahn viel mehr zu tun bekommen. Vor allem der neue Export von Kali sowie die Einfuhr von Erdölprodukten und Getreide ließ den Umschlag stark wachsen. 1949 waren es fast eine Million Tonnen – in der Spitze bewegte der Seehafen 1984 etwa 4,8 Millionen Tonnen Fracht. Pro Tag wurden Dutzende von Güterzügen in Wismar abgefertigt. Das Betriebswerk hielt vor allem Rangier- und Güterzugloks dafür instand. Noch 1988 bekam es eine neue Drehscheibe, vorher neue Bauten für Wasserturm, Dienst- und Sozialräume.

Ort: Poeler Straße 3, 23970 Wismar

Informationen:

http://www.lokschuppen-wismar.de

Kontakt:

Eisenbahnfreunde Wismar e.V.
Poeler Straße 3
23970 Wismar
Tel. 0 38 41 / 22 70 00
E-Mail: info@lokschuppen-wismar.de

Kurzprofil:

Typ: Bahnbetriebswerk

Baujahre: 1883 / 1920er Jahre / um 1988

Stilllegung: 1997

Anlage: Ringlokschuppen mit Drehscheibe, Wasserturm und Nebenanlagen