Industriekultur - Hafenanlagen Kulturkran Harburg

Gelber Zeuge eines alten Industriestandorts: Der Harburger Binnenhafen mit dem Mulch-Kran ist die Keimzelle der ehemaligen Stadt Harburg.

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Der Harburger Binnenhafen ist die Keimzelle der ehemaligen Stadt Harburg. Die Hafenbecken entstanden um die Schlossinsel herum aus Entwässerungs- und Festungsgräben der spätestens im 12. Jahrhundert angelegten Burg. 1847 bekam der Hafen einen Eisenbahnanschluss und entwickelte sich zu einem Industriegebiet mit Getreide- und Ölmühlen sowie Werften. Am Lotsekai ließ sich 1889 der spätere „Harburger Kohlenhandel Knust und Johannsen“ nieder. Seit 1926 wurde er von der Firma Mulch betrieben und entwickelte sich zu einem Lager- und Speditionsbetrieb für Massengüter, die mit Greiferkranen umgeschlagen wurden.

Das Gebiet wird städtebaulich revitalisiert und die Firma Mulch Güter-Service musste 2006 den Harburger Binnenhafen verlassen. Die Kulturwerkstatt Harburg übernahm den 1972 erbauten, 22 Meter hohen Liebherr Portal-Drehkran, um ihn als Zeuge des Industriehafens zu erhalten. Sie setzte den Kran 2010 mit Städtebaufördermitteln und Sponsorenhilfe denkmalgerecht instand. Er ist betriebsbereit und mit variablem Bühnendach sowie Bühnentechnik als Kulturkran heute ein besonderer Veranstaltungsort. Zwei Eisenbahnwaggons der Bauarten Hbis 299 und Gbs 213 ergänzen das Ensemble.

Ort: Lotsekai, 21079 Harburg

Informationen:

http://www.kulturwerkstatt-harburg.de

http://www.kulturkran.de

Kontakt:

Kulturwerkstatt Harburg e.V.

im Harburger Binnenhafen

Kanalplatz 6

21079 Hamburg

Tel. 0 40 / 765 26 13

E-Mail: info@kulturwerkstatt-harburg.de

Kurzprofil:

Typ: Portal-Drehkran

Baujahr: 1972

Hersteller: Liebherr, Biberach

Stilllegung: 2006

Höhe: 22 Meter