Industriekultur - Hafenanlagen Hafen Freiburg/Elbe

Getreide, Heu und vor allem Ziegelsteine waren einst die „Verkaufsschlager“ für das Land Kehdingen – vieles davon wurde über den Hafen Freiburg/Elbe verschifft.

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Bis Ende des 19. Jahrhunderts ist Freiburg an der Elbe fast nur per Schiff erreichbar gewesen. Moderne Straßen gab es nicht in der morastigen Marsch. Und die Unterelbebahn nach Cuxhaven war weit weg. Selbst die von Stade nach Freiburg führende Kehdinger Kreisbahn (1899 in Betrieb) veränderte die Lage kaum. Der für die Region typische Ewer blieb noch einige Jahrzehnte wichtiger Verkehrsträger. Entsprechend orientierte sich der Marktflecken seit jeher zu dem über den Hafenpriel mit der Elbe verbundenen Umschlagplatz. Die dichte Bebauung am Hafen ist für die Region einzigartig. Mit Hilfe des im Bassin gespeicherten Flutwassers und einer Spülschleuse wird er noch heute regelmäßig freigespült.

Umgeschlagen wurden hier vor allem Getreide, Heu und Ziegelsteine aus der benachbarten Marsch. Umgekehrt kamen Waren des täglichen Bedarfs per Schiff nach Freiburg. Als stattliches Zwischenlager diente ein vermutlich in den 1740er Jahren erbauter Kornspeicher. Er wurde später um Lagerhäuser und ein Getreidesilo ergänzt, bevor er seit etwa 1990 ungenutzt verfiel. Ein 2003 gegründeter Verein kämpfte gegen den Abriss und ließ ihn sanieren. Seit 2014 ist er ein Kulturzentrum der Region.

Ort: Am Hafen / Am Deich / Elbstraße 2, 21729 Freiburg/Elbe

Kontakt:

Förderverein Historischer Kornspeicher e.V.

Elbstraße 2

21729 Freiburg/Elbe

Tel. 0 47 79 / 8 99 44–74

http://www.kornspeicher-freiburg.de

Kurzprofil:
Typ: Hafen für Küstenschiffe
Gewässer: Freiburger Hafenpriel
Baujahr: 1154 erstmals erwähnt, Bollwerk seit Mitte des 19. Jahrhunderts
Stilllegung: um 1990 (Güterumschlag)