Industriekultur - Hafenanlagen Hafen Stöckte

Stöckte an der Oberelbe ist der Hafenplatz für Winsen/Luhe und die Marsch gewesen: Landwirtschaftliche Güter und Baustoffe wurden hier umgeschlagen.

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Etwa 100 Jahre hat der Stöckter Hafen bei Hoopte das Wirtschaftsleben in der Winsener Marsch geprägt. Offiziell „Hafen Stöckte“ genannt, liegt er zum Teil auf dem Gebiet von Hoopte. Entstanden ist er nach Deichbrüchen im 16. Jahrhundert. Das hinein flutende Wasser spülte ein Brack aus, das die Strombauverwaltung 1887/88 zu einem Hafen mit Lösch- und Ladeeinrichtungen umbauen ließ. Außerdem diente das nunmehr eingedeichte Becken, günstig an der Mündung der Ilmenau in die Elbe gelegen, aber durch die Hoopter Schanze geschützt, offiziell als Schutzhafen.

Unter anderem Rohstoffe für die Fabriken in Winsen/Luhe wurden hier umgeschlagen. So bezog die Papier- und Zellulosefabrik J.H. Eppen Holz über den Hafen, die Winsenia-Marmeladenfabrik Rohrzucker aus Kuba und die Benthack-Mühle kanadischen Backweizen. Die Bauern der Marsch verschifften hier ihr Gemüse, bezogen Bau- und Brennstoffe sowie Dünger. 1979 legte Benthack seine Mühle still und der Landhandel Peters übernahm von ihm das 1938 erbaute und 1955 erweiterte Silo im Stöckter Hafen. In den 1990er Jahren wurde der Hafenumschlag eingestellt. Als einer der ersten Häfen in Deutschland wurde er dann privatisiert.

Ort: Stöckter Hafen, 21423 Winsen (Luhe)

Informationen:

http://www.stoeckter-hafen-ev.de

Kontakt:

Förderverein Stöckter Hafen e.V.

Ulrich Grimm

Imhoffstücken 5

21423 Winsen/Luhe

Tel. 0 41 71 / 6 81 78

E-Mail: ulligrimm@nexgo.de

Kurzprofil:
Typ: Hafen für Binnenschiffe
Gewässer: Ilmenau
Baujahr: 1887/88, Lagerschuppen von 1905, Silo von 1938/1955
Stilllegung: 1990er Jahre (Güterumschlag)