Industriekultur - Hafenanlagen Semaphor in Cuxhaven

Das Semaphor an der Alten Liebe in Cuxhaven ist ein Überbleibsel aus der Zeit vor dem Funkverkehr: Damit werden Wetterdaten optisch übermittelt.

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Das Semaphor an der Alte Liebe in Cuxhaven ist ein Überbleibsel aus der Zeit vor dem Funkverkehr: Damit werden Wetterdaten optisch übermittelt. Das Semaphor (griechisch: Zeichenträger) zeigt den in die Nordsee auslaufenden Schiffen die Windstärke und Windrichtung bei den Nordseeinseln Borkum und Helgoland an. So können die Seeleute die Wetterverhältnisse in der Deutschen Bucht einschätzen. Die Daten wurden ursprünglich zweimal am Tag von den Inseln telegrafisch übermittelt. Jeder waagerechte Signalarm an der Spitze bedeutet zwei Windstärken, die drehbaren Anzeiger verweisen nach dem Prinzip der Windrose auf die Windrichtung.

Ein erstes Semaphor war hier 1884 in Betrieb gegangen und 1903 bei einem Sturm zerstört worden. Ein größeres und stabileres Semaphor folgte, das aber mit zunehmendem Funkverkehr von den Seeleuten nicht mehr benötigt wurde. Gegen die Demontage des Wahrzeichens demonstrierten jedoch 1968 die Cuxhavener Bürger. Seitdem blieb es als touristische Attraktion in Betrieb. Neben dem Semaphor steht der 1964 erbaute Signalturm mit dem Schiffsmeldedienst und der Radarzentrale Cuxhaven. Er ersetzte eine Vorgängerstation, die 1879 als Telegrafen-Gebäude erbaut worden war.

Ort: Bei der Alten Liebe, 27472 Cuxhaven

Kontakt:

Feuerschiff-Verein Elbe 1 von 2001 e.V.
http://feuerschiff-elbe1.de


Kurzprofil:

Typ: Optischer Signalapparat für Winddaten
Baujahr: 1903
Tragwerk: Eisenfachwerk
Stilllegung: um 1964 / 1982
Höhe: etwa 10 Meter