Industriekultur - Leuchttürme Leuchtturm „Dicke Berta“

Mit dem gewachsenen Schiffsverkehr nach Hamburg wurden um 1900 Dutzende von Leuchttürmen an der Unterelbe gebaut, wie das Unterfeuer „Dicke Berta“ in Altenbruch.

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Stets haben sich Seefahrer an der Küste mit Hilfe von Landmarken orientiert: Einst waren das vor allem Kirchtürme und andere Bauwerke. Später kamen Leuchttürme hinzu, die mit ihrem Licht auch im Dunkeln hilfreich waren. Mit dem stark gewachsenen Schiffsverkehr nach Hamburg und in den Nord-Ostsee-Kanal wurden um 1900 Dutzende von Leuchttürmen an der Unterelbe gebaut. Dazu gehören auch drei 1897 östlich von Cuxhaven in Betrieb genommene Türme: Die „Schlanke Anna“ in Osterende-Groden war das Oberfeuer, die „Dicke Berta“ in Altenbruch und der Neufelder Turm in Groden waren die Unterfeuer.

Standen die entsprechenden Lichter von Ober- und Unterfeuern übereinander, befand sich das Schiff auf dem richtigen Kurs. Eine veränderte Fahrrinne führte dazu, dass die „Dicke Berta“ bald nicht mehr am richtigen Platz stand. Sie wurde deshalb von 1915 bis 1919 um einige Meter versetzt. Moderne Anlagen machten sie schließlich überflüssig: 1983 wurde das noch von einem Leuchtturmwärter bediente Seezeichen außer Dienst gestellt. Engagierte Bürger setzten sich für den Erhalt des 13 Meter hohen Stahlturmes ein. Nach umfangreicher Restaurierung kann das maritime Denkmal heute besichtigt werden.

Ort: Altenbrucher Hafen, Am Deich, 27478 Cuxhaven-Altenbruch

Informationen / Öffnungszeiten:

Der Leuchtturm „Dicke Berta“ ist zwischen Ostersonnabend und Ende September dienstags von 10 bis 12 sowie sonnabends von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

Zusätzliche Termine können mit Renate Ruge, Tel. 0 47 22 / 4 57, vereinbart werden.

Kontakt:
Förderverein „Dicke Berta“ e.V.
E-Mail: foerderverein@dickeberta.de

Kurzprofil:
Typ: Leuchtturm aus Eisen
Baujahr: 1897
Umbau: 1915 / 19 versetzt
Stilllegung: 1983
Turmhöhe: 13 Meter