Industriekultur - Museen Heimatmuseum Grabow

Die Geschichte des Städtchens an der Elde stellt das Heimatmuseum dar. Es hat seinen Sitz in dem Fachwerkhaus der Bollhagenschen Pfeffernuß- und Biskuitfabrik.

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Tage der Industriekultur 2013, Programm, Festival, Häfen, Wasser, Elbe, Schiffe, Kanäle, Schleusen, Fabriken, Museen, Technikgeschichte, Metropolregion Hamburg, Tourismus

Grabow ist ein städtebauliches Kleinod. Eine nahezu geschlossene Fachwerkbebauung des 18. Jahrhunderts prägt die von der Elde umflossene Altstadtinsel. Die später hier erbauten Fabriken haben sich diesem kleinteiligen Ensemble angepasst. Die Geschichte des Städtchens an der schiffbaren Elde stellt das Heimatmuseum dar. Darin ist auch Industriegeschichte versteckt. So geht es unter anderem um Aufstieg und Niedergang der Goldleistenfabrik Heinsius (1860–1995), die Fassfabrik Lüthke, das kleinstädtische Druckwesen und um die Rehberger Brücke: Diese wichtige Brücke über die Elde behinderte mit ihrer geringen Höhe lange die Schifffahrt. Sie wurde deshalb 2001 durch eine Hubbrücke ersetzt. Davon zeigt das Museum ein Funktionsmodell.

Seinen Sitz hat das Heimatmuseum Grabow seit 1994 in der „Bollhagenschen Pfeffernuß- und Biskuitfabrik“. In dem 1728 errichteten Haus hatte Johann Bollhagen 1827 eine Bäckerei eröffnet, die Gustav Ritter seit 1902 zu einer Fabrik ausbaute. Noch bis 1985 war hier der VEB Dauerbackwaren Grabow ansässig, um Kekse, Lebkuchen, Waffeln und Schaumküsse (früher hießen sie Mohrenküsse) zu produzieren. Die „Grabower Küßchen“ werden bis heute in der Stadt hergestellt.

Ort: Marktstraße 19, 19300 Grabow

Informationen:

http://www.museum-grabow.de

Kontakt:

Heimatmuseum Grabow

Marktstraße 19, 19300 Grabow

Tel. 03 87 56/ 7 00 54

Kurzprofil:

Typ: Stadthistorisches Museum

Thema: Handwerk, Gewerbe, Verkehr,

Schulwesen, Wohnkultur

Gründung: 1994

Museumsbau: Süßwarenfabrik, Gebäude von 1728