Industriekultur - Museen Motoren-Museum Schleswig-Holstein

Etwa 350 Maschinen der Baujahre bis 1960 hat das Museum in seinem Bestand. Sie werden auch im Betrieb gezeigt: Deshalb knattert, röhrt und stampft es hier oft.

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Tage der Industriekultur 2013, Programm, Festival, Häfen, Wasser, Elbe, Schiffe, Kanäle, Schleusen, Fabriken, Museen, Technikgeschichte, Metropolregion Hamburg, Tourismus

Stillstand ist für Mathias Klein eine ständige Herausforderung. Denn für den technischen Leiter des Motoren-Museums Schleswig-Holstein in Lütjensee müssen alte Maschinen auch in Betrieb gezeigt werden. Dann könne die Technik erlebt und studiert werden. Deshalb knattert, röhrt und stampft es oft im Museum, zu dessen Besonderheiten eine atmosphärische Gaskraftmaschine von 1874 der Firma Langen, Otto & Roosen in (Köln-)Deutz gehört. Sie gilt als der erste in größerer Serie produzierte Verbrennungsmotor der Welt. Mit ihrer Leistung von 0,5 PS war sie kräftig genug, um Druckereimaschinen anzutreiben.

Etwa 350 Maschinen der Baujahre bis 1960 hat das Museum in seinem Bestand. Spezialisiert hat es sich auf norddeutsche Hersteller wie Wilhelm Poppe (Kiel) und Jastram beziehungsweise HMG in Hamburg-Bergedorf. Von Jastram besitzt das Museum sogar das Firmenarchiv. Es gibt einen 1879 von der Firma Weise & Monski (Halle/Saale) hergestellten Pumpenmotor einer Wasserversorgung im Alten Land ebenso wie zahlreiche – auch große – Schiffsmaschinen der Hersteller B+W, MWM und MAN. Auch von dem Frachtsegelschiff „Anny von Hamburg“ steht der 1935 von den DWK (Kiel) erbaute Motor im Museum.

Ort: Großenseer Straße 17, 22952 Lütjensee

Informationen / Öffnungszeiten:

http://www.motoren-museum.com

Museum nach Absprache geöffnet

Kontakt:

Motoren-Museum Schleswig-Holstein e.V.

Großenseer Straße 17, 22952 Lütjensee

Tel. 0 41 54 / 98 96 31

E-Mail: info@motoren-museum.com

Kurzprofil:

Typ: Technikmuseum
Themen: Verbrennungsmotoren, Elektromotoren, Dampfmaschinen, Pumpen
Gründung: 2007
Sammlung: etwa 350 Maschinen der Baujahre 1874 bis 1960