Industriekultur - Museen Schifffahrtmuseum Fischhalle Kiel

Das Schifffahrtsmuseum in der alten Fischhalle an der Kieler Förde ist ein maritimes Glanzstück der Landeshauptstadt.

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Mit dem hohen, geschweiften Bohlenbinderdach sowie der von Jugendstil und Barock beeinflussten Architektur bietet der Bau ein ausdrucksstarkes Bild. Die innen lichte Halle wurde 1910 eröffnet, um den Fischhandel zu konzentrieren und witterungsunabhängig zu machen. Allerdings erfüllte sie nicht die Erwartungen: Für Auktionen war sie zu klein, und die Läden und Stände fanden kaum Mieter. 1948, beim Umzug des Fischmarkts an die Schwentine, verlor der Bau seine Funktion. Er diente unter anderem als Getreidelager, bevor 1978 das Schifffahrtsmuseum einzog.

Zu sehen ist dort heute eine 2014 neu eröffnete Dauerausstellung zur örtlichen Seefahrtsgeschichte. Dazu gehören Schiffbau, Marine, Fischerei und Nord-Ostsee-Kanal. Ein Exponat ist das 1995 geborgene Wracksegment eines Einmann-U-Bootes, am Ende des Zweiten Weltkrieges in der Förde versenkt. Und an der Museumsbrücke liegen das 1944 von August Pahl in Hamburg erbaute Motorrettungsboot „Hindenburg“, das 1941 ebenfalls von Pahl erbaute Feuerlöschboot „Kiel“ und der Tonnenleger „Bussard“ von 1906.

Adresse des Objekts:
Wall 65, 24103 Kiel

Kontakt:
Stadt- und Schifffahrtsmuseum
Warleberger Hof
Dänische Straße 19
24103 Kiel
04 31 / 9 01 – 34 28

Informationen / Öffnungszeiten:
www.kiel.de/kultur/museum/schifffahrtsmuseum

Täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, im Winter (15. Oktober bis 14. April) jedoch nur dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Kurzprofil:
Typ: Kulturhistorisches Museum
Themen: Regionale Schifffahrtsgeschichte
Gründung: 1978
Museumsbau: Fischhalle von 1910