Industriekultur - Museen Möller-Technicon, Wedel

Sauberes Wasser für perfekte Linsen: Die J.D. Möller Optische Werke in Wedel hatten ein eigenes Wasserwerk, die übrige Industrie der Stadt profitierte von der Lage an der Elbe.

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Die Industrie in Wedel profitierte zunächst von der Lage an der Elbe: Vor allem zwei Werften, eine Pulver- und eine Zuckerfabrik, seit 1906 eine Erdölraffinerie und später das Kraftwerk Schulau nutzten den Wasserweg. Nach Inbetriebnahme der Altonaer Vorortbahn von Blankenese nach Wedel 1883 entstanden in Schulau und Wedel weitere Fabriken. Weithin sichtbarer Ausdruck dieser Industrie ist der 1942 errichtete Hochbau der von Johann Diedrich Möller (1844-1907) gegründeten Optischen Werke. Er diente der Fabrik und Teilen der Stadt bis 2016 als Wasserturm. Denn für das Schleifen optischer Gläser wird viel sauberes Wasser benötigt.

Über die Geschichte der Firma J.D. Möller und weiterer Firmen, die akustischen Geräte der Wedeler Werke von AEG und Telefunken sowie die Solartechnik in Wedel informiert das Möller-Technicon – die Techniksammlung des Stadtmuseums – auf dem Möller-Gelände. Zur Sammlung des Technicons gehören Dokumente und Fotos, aber auch hochwertige optische Geräte für die Medizintechnik, viele Tonbandgeräte und andere Aufzeichnungstechnik sowie Solarzellen für frühe Weltraumsatelliten. Einige Geräte werden sogar vorgeführt.

Ort: Rosengarten 10, 22880 Wedel

Öffnungszeiten:

Das Möller-Technicon ist an jedem 1. Sonnabend im Monat von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Kontakt:

Stadtmuseum Wedel

Küsterstraße 5

22880 Wedel

Tel. 0 41 03 / 1 32 02

E-Mail: stadtmuseum@wedel.de

Kurzprofil:

Typ: Technikmuseum

Thema: Geschichte der örtlichen Industrie

Gebäude: Gelände der J.D. Möller Optischen Werke (1911 bis 1942 erbaut)