Industriekultur - Schiffe Küstenmotorschiff „Greundiek“

Kleiner Küstenfrachter in Fahrt. Die in Stade beheimatete „Greundiek“ ist ein typisches Küstenmotorschiff (Kümo) der Nachkriegszeit.

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Und es ist eines der ersten zivilen vollständig geschweißten Schiffe in Deutschland. 1949/50 war das Frachtschiff auf der Rickmers-Werft in Bremerhaven für den Reeder Hermann Behrens (Estebrügge) als „Hans-Hermann“ gebaut worden, transportierte vor allem Holz aus Skandinavien und Kohle aus England nach Deutschland, seit 1972 sogar Container, fuhr bis nach Spanien.

Moderne Containerschiffe verdrängten den Veteran. Deshalb verkaufte Kapitän Henry Dölling (Assel, Eigner seit 1965) 1986 schweren Herzens sein Schiff, hatte aber Glück: Der nach seiner Frau „Rita Dölling“ genannte Kümo wurde als „Greundiek“ Ausbildungsschiff der Seefahrtsschule Grünendeich in der Lühe. Doch die Ausbildung wurde verlegt, das schon leckgeschlagene Kümo stand vor dem Aus, bevor der Verein „Alter Hafen Stade e.V.“ es 1994 als Museumsschiff übernahm. Es wurde saniert und ist seit 2001 wieder in Fahrt, dient außerdem als Veranstaltungsort. Schon 1952 auf der Beckmann-Werft in Cuxhaven um 8,25 Meter auf 46,55 Meter verlängert, vermittelt das weitgehend original erhaltene Schiff lebendig ein Stück Küstenschifffahrt.

Adresse des Objekts:
Stadthafen, Hansestraße, 21860 Stade

Kontakt:
Verein Alter Hafen Stade e.V.
Friedrich W. Kreiensiek
Horststraße 24
21680 Stade
Tel. 0 41 41 / 6 43 40
E-Mail: fietesta@ewetel.net
Informationen:
www.greundiek.de
Stade-Tourismus, 0 41 41 / 8 39 32

Kurzprofil:
Typ: Frachtmotorschiff
Baujahre: 1949/50
Werft: Rickmers, Bremerhaven
Länge: 46,55 Meter
Antrieb: Dieselmotor von Deutz
Leistung: 250 PS