Industriekultur - Schiffe Lotsenschoner „No. 5 Elbe“

Aufwendiger, alter Segler aus Holz. Lotsenschoner sind aufwendig gebaute Holzschiffe mit hervorragenden Segeleigenschaften. 

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Sie dienten einst dazu, Lotsen zu anderen Schiffen zu versetzten. Elf derartige Schiffe hatte der Hamburger Staat zwischen 1855 und 1906 für den Lotsendienst in der Elbmündung bauen lassen. Sie genossen einen legendären Ruf wegen ihrer Seetüchtigkeit und der robusten Manövriereigenschaften. So dauerte es bis in die 1920er Jahre, bis die Schoner durch Dampfschiffe ersetzt wurden. Die Segler wurden oft als Yachten weiter verwendet, so auch die „No. 5 Elbe“. 1929 kaufte der Amerikaner Warwick M. Tompkins sie und umrundete damit 1937 das Kap Horn. Später diente es seinen Eignern als Wohnschiff.

2002 übernahm die Stiftung Hamburg Maritim das Schiff in Seattle. Die Stülckenwerft hatte 1883 gute Wertarbeit abgeliefert: Erst 60 Jahre später musste der unter Wasser mit Kupfer beschlagene Eichenholzrumpf des Schiffes erstmals instand gesetzt werden. Bis 2004 wurde das Schiff gründlich überholt und zum Teil rekonstruiert. Damit konnte die als Gaffelschoner getakelte „No. 5 Elbe“ mit ihrem scharf geschnittenen Rumpf wieder in See stechen. Heute bietet eine ehrenamtliche Crew damit Gästefahrten an.

Adresse des Objekts:
Sandtorhafen, Am Sandtorkai, 20457 Hamburg

Kontakt:
Stiftung Hamburg Maritim
Freunde des Lotsenschoners No.5 “Elbe” e.V. 
Australiastraße / Schuppen 52A 
20457 Hamburg 
Tel. 0 40 / 78 08 17 05 
E-Mail: info@lotsenschoner.de
www.lotsenschoner.de

Kurzprofil:
Typ: Zweimast-Gaffelschoner als Lotsenversetzschiff
Baujahr: 1883
Werft: H. C. Stülcken in Hamburg
Länge: 37 Meter