Industriekultur - Schiffe Motorschiff „Klostersande“, Elmshorn

Die „Klostersande“, das ehemalige Flaggschiff der Köllnflockenwerke, verkehrte bis ins Jahr 2000 vor allem zwischen Elmshorn und Hamburg.

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Das Jahr 2000 markiert das Ende der Frachtschifffahrt im Hafen von Elmshorn. Damals stellte die dort ansässige Peter Kölln KGaA den Betrieb mit dem Motorschiff „Klostersande“ ein. 2013 kehrte es in seinen alten Heimathafen zurück – und dient dort nun als Traditionsschiff. Die Werft Büsching & Rosemeyer in Uffeln (Weser) hatte die „Klostersande“ 1968 für die Köllnflockenwerke gebaut, nachdem sich die Elmshorner Großmühle mit gebrauchten Gütermotorschiffen vom Frachtmarkt unabhängiger gemacht hatte. Der Yacht-Konstrukteur Kurt A.H. Oehlmann aus Lübeck-Travemünde entwarf das neue Schiff. Seine Linienführung erinnert deshalb an eine Yacht.

Kölln setzte die „Klostersande“ überwiegend zum Seehafen Hamburg ein, um sich mit Rohstoffen – vor allem Hafer – zu versorgen. Die „Klostersande“ fuhr aber auch mit fremder Fracht zwischen Rhein und Nord-Ostsee-Kanal. Der Lkw-Verkehr machte der Schifffahrt so starke Konkurrenz, dass Kölln seine Schiffe schrittweise wieder verkaufte. Damit wurde auch die Krückau nicht mehr ausgebaggert. Angesichts der sinkenden Tauchtiefe wurde der Schiffsbetrieb nach Elmshorn so unwirtschaftlich, dass Kölln Ende 2000 auch die „Klostersande“ verkaufte.

Ort: Nordufer, 25335 Elmshorn

Informationen:
http://www.klostersande.com

Kontakt:
Förderverein MS Klostersande e. V.

E-Mail: info@klostersande.com

Kurzprofil:
Typ: Gütermotorschiff
Baujahr: 1968
Werft: Büsching & Rosemeyer in Uffeln/Weser
Länge: 55 Meter
Antrieb: Dieselmotor von Deutz
Leistung: 300 PS