Industriekultur - Schiffe Ewer „Johanna“

Die „Johanna“ gehört zu den am wenigsten veränderten Ewern – ein für die Niederelbe und die Nebenflüsse charakteristischer Schiffstyp.

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Einst dürfte es mehr als 1.500 dieser kleinen Frachtsegler gegeben haben. Bis in das 20. Jahrhundert hinein sicherten sie den Warenstrom zwischen Hamburg und den Niederelbmarschen. Denn die Straßen und Eisenbahnstrecken dorthin waren noch schlecht. Und mit den Ewern ließen sich relativ große Mengen von Baustoffen – Zement, Kies, Holz und Ziegelsteine – aber auch landwirtschaftliche Güter, sogar Kisten und Gepäck transportieren.

Die Werft von Jos. Thormählen in Elmshorn hatte den Ewer 1903 als „Hertha“ für den örtlichen Schiffer Heinrich Vöge gebaut. Häufig soll sie Salz der Stader Saline nach Hamburg gebracht haben, vermutlich auch Getreide zu den Mühlen in Elmshorn. 1928 wurde sie mit einem Motor nachgerüstet; dann verschwanden die Segelmasten. Später fuhr sie unter dem Namen „Ingeborg“ als Binnenschiff mit Ruderhaus und diente seit 1962 als Arbeitsprahm in Glückstadt, ehe Egon Heinemann 1973 den Rumpf entdeckte und daraus in fünf Jahren wieder ein vollständiges Segelschiff machte. Heute pflegt eine ehrenamtliche Crew die fahrtüchtige „Johanna“.

Adresse des Objekts:
Finkenwerder Kutterhafen (Köhlfleet-Hauptdeich), 21129 Hamburg

Kontakt:
Stiftung Hamburg Maritim
Australiastraße, Schuppen 52a
20457 Hamburg
Tel. 0 40 / 78 08 17 05
E-Mail: charter@hamburgmaritim.de
Informationen:
www.ewer-johanna.de
www.hamburgmaritim.de

Kurzprofil:
Typ: Frachtsegelschiff, Ewer mit zwei Masten, Gaffelsegel
Baujahr: 1903
Werft: Jos. Thormählen, Elmshorn
Länge: 18,62 Meter