Industriekultur - Schiffe Küstenmotorschiff „Iris Jörg“, Wischhafen

Das Küstenmotorschiff „Iris-Jörg“ ist ein seegängiges Schiff, das mit seiner niedrigen Bauweise und klappbaren Masten bis weit in das Binnenland verkehren konnte.

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Das Küstenmotorschiff „Iris-Jörg“ ist ein seegängiges Schiff, das mit seiner niedrigen Bauweise und klappbaren Masten bis weit in das Binnenland verkehren konnte. Mit derartigen „Rhein-See-Motorschiffen“ konnte Grubenholz aus Skandinavien direkt bis zu den Bergwerken in das Ruhrgebiet verschifft werden. Die gut 45 Meter lange „Iris-Jörg“ gehörte zu den ersten dieses Typs. Sie war 1956 auf der Werft Nobiskrug in Rendsburg als „Eilenburg“ gebaut worden. Auftraggeber war die Reederei Süptitz & Co. in Hamburg.

Seit 1964 fuhr das Schiff als „Seestern“ für Hans Thode aus Hamburg, seit 1965 als „Iris-Jörg“ für Karl Meier in Brunsbüttelkoog. 1982 übernahm Kapitän Hubertus Klose aus Stade das Kümo. Klose setzte es bis 2002 in der Frachtfahrt ein, hauptsächlich mit Getreide zwischen Deutschland und Dänemark. Allerdings wurde es immer schwieriger für die heute geringe Kapazität von etwa 400 Tonnen geeignete Fracht zu finden. Schließlich verkaufte Klose die „Iris-Jörg“ 2002 an einen Wischhafener Reeder, der die Rarität für das örtliche Küstenschiffahrtsmuseum sicherte. Trotz des Alters blieb das Kümo weitgehend im Originalzustand erhalten und wird von einer ehrenamtlichen Mannschaft restauriert.

Ort: Hafenstraße, 21737 Wischhafen

Informationen:

http://www.iris-joerg.de

Kontakt:

Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum e.V.

Unterm Deich 7

21737 Wischhafen

Tel. 0 47 70 / 71 79         

E-Mail: info@kuestenschiffahrtsmuseum.de

Kurzprofil:

Typ: Frachtmotorschiff
Baujahr: 1956
Werft: Nobiskrug, Rendsburg
Länge: 45,31 Meter
Antrieb: Dieselmotor von MAK
Leistung: 300 PS