Industriekultur - Schiffe Viermastbark „Passat", Travemünde

1911 lieferte die Hamburger Großwerft Blohm & Voss die Viermastbark „Passat“ ab. 1959 wurde der Großsegler endgültig außer Dienst gestellt.

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Hinsichtlich der Rentabilität war die Viermastbark „Passat“ lange Zeit von keinem Dampfschiff zu schlagen. Das im Vergleich zu Dampfern zudem größere Schiff kam mit nur 36 Mann Besatzung aus und war bis zu 18 Knoten schnell. Zwischen 1891 und 1926 hatte die Hamburger Reederei Ferdinand Laeisz außer der „Passat“ insgesamt 17 derartige Viermastbarken in Dienst gestellt. Wegen ihres Tempos waren sie als „Flying-P-Liner“ legendär, holten vor allem Salpeter von Chile nach Europa.

Schon 1925 ließ die Reederei Laeisz die „Passat“ zu einem frachtfahrenden Segelschulschiff umbauen; seitdem fuhren jeweils etwa 50 Kadetten mit. 1932, in der Weltwirtschaftskrise, übernahm der finnische Reeder Gustaf Erikson das Schiff, setzte es auf Getreidefahrt von Australien aus ein. 1951, kurz vor dem drohenden Abwracken, übernahm der Reeder Heinz Schliewen die „Passat“ und ihr Schwesterschiff „Pamir“. Er ließ sie mit Heimathafen Travemünde Getreide von Südamerika nach Europa transportieren – bis die „Pamir“ 1957 in einem Hurrikan unterging. Im folgenden Jahr wurde die „Passat“ aufgelegt und 1959 an die Stadt Lübeck verkauft: Seitdem dient sie in Travemünde als Veranstaltungsort sowie Museum.

Ort: Priwallpromenade (Passathafen), 23570 Lübeck-Travemünde

Informationen / Öffnungszeiten:
http://www.passat.luebeck.de
Die „Passat“ kann während der Vor- und Nachsaison von 11 bis 16.30 Uhr, in der Hauptsaison von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Kontakt:
Hansestadt Lübeck
Fachbereich Kultur und Bildung
Bereich Schule und Sport
Kronsforder Allee 2-6
23560 Lübeck

Kurzprofil:
Typ: Frachtsegelschiff, als Viermastbark getakelt, seit 1925 Schulschiff, seit 1951 mit Hilfsmotor
Baujahr: 1911
Werft: Blohm & Voss Hamburg
Länge: 115 Meter
Masthöhe über Wasserlinie: 53,95 Meter