Industriekultur -Schleusen Schleuse Kasenort

In der Wilstermarsch befindet sich die tiefste Landstelle Deutschlands: Seit dem 15. Jahrhundert schützt die Schleuse Kasenort sie vor den Fluten aus Stör und Elbe.

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In der Wilstermarsch befindet sich mit 3,54 Meter unter Normalnull die tiefste Landstelle Deutschlands: Seit dem 15. Jahrhundert schützen Deiche und die Schleuse Kasenort die Marsch vor den Fluten aus Stör und Elbe. Die wichtigste Verbindung zur Außenwelt war die Wilster Au zwischen der Gemeinde Burg, der Stadt Wilster und dem Fluss Stör. Erst 1852 wurde eine Chaussee nach Wilster gebaut. Ende des 16. Jahrhunderts waren hier 26 Schiffe beheimatet, die zum Teil bis nach Spanien, England und Norwegen fuhren. Die Region exportierte Roggen, Käse und Tuche und bezog umgekehrt große Mengen an Bauholz. Die Werften Fack (1856–84) und Bergmann (1840–1907) bauten jeweils mehr als 25 Ewer. Um 1900 hatten mehr als 40 Schiffe Wilster als Heimathafen.

Damals galt die nur vier Meter breite, in den Deich hinein gebaute und deshalb in der Höhe begrenzte Schleuse Kasenort – 2,5 Kilometer unterhalb von Wilster – schon als Nadelöhr. Deshalb wurde 1925/26 neben der alten Holzschleuse eine nach oben offene Schleuse aus Stein gebaut. Sie ist 6,70 Meter breit. Die dazu gehörende alte Klappbrücke kann auch von Schiffen mit Masten ungehindert passiert werden.

Ort: 25554 Stördorf-Kasenort / 25554 Landrecht-Kasenort

Informationen und Kontakt:
www.wilsterau-schleuse.de
Förderverein Wilster Au und Schleuse e.V.

Kurzprofil:

Typ: Kammerschleuse mit Stemmtoren
Gewässer: Wilster Au
Baujahr: 1926
Material: Beton, Ziegelstein, Stahl