Industriekultur -Schleusen Staustufe Geesthacht

Gesteuerter Wasserfluss. Die Staustufe in Geesthacht besteht aus Wehranlage, Schleuse und zwei Fischaufstiegen.

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Die Staustufe in Geesthacht besteht aus Wehranlage, Schleuse und zwei Fischaufstiegen. Es ist die einzige Wehranlage im deutschen Teil der Elbe. Mit ihr sollten der zunehmenden Erosion im Bereich der mittleren Elbe entgegengewirkt und sowohl die Schiffbarkeit auf der Oberelbe als auch die landeskulturellen Verhältnisse oberhalb der Staustufe verbessert werden. Denn die Unterelbe wurde für die nach Hamburg fahrenden Seeschiffe mehrfach vertieft. Das Pumpspeicherkraftwerk Geesthacht liegt am Oberwasser der Staustufe und nutzt die Elbe als Unterbecken. Ein neben dem Wehr geplantes Wasserkraftwerk wurde bislang nicht gebaut, weil sich eine wirtschaftliche Energieerzeugung bei den geforderten niedrigeren Stauhöhen nicht verwirklichen ließ.

Das 1960 in Betrieb genommene Sektorwehr hat vier jeweils 50 Meter weite Öffnungen. Den Wasserabfluss steuern Sektorklappen. Diese hydrodynamisch geformten Hohlkörper aus Stahl werden in Kammern im Wehrfundament versenkt, um mehr Wasser abfließen zu lassen oder gehoben, um das Stauziel von 4,00 m zu erhalten. Die Schiffe passieren die Staustufe über eine Schleuse mit zwei parallelen Kammern. Zwei Fischaufstiegsanlagen erhöhen die Durchlässigkeit für Wasserlebewesen: Die 1998 erbaute Anlage ist 216 Meter lang; die differenzierter gestaltete Fischaufstiegshilfe von 2010 am Nordufer ist 550 Meter lang.

Adresse des Objekts:
Lüneburger Straße (B 404), Parkplatz am Nordufer der Elbe/ Wehranlage, 21502 Geesthacht

Kontakt:
Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Lauenburg
Dornhorster Weg 52
21481 Lauenburg
Tel. 0 41 53 / 5 58 – 0 
E-Mail: wsa-lauenburg@wsv.de

Kurzprofil:
Typ: Staustufe mit Sektorwehr, Fischaufstiegsanlagen und Doppelkammerschleuse mit Hubtoren
Gewässer: Elbe
Baujahre: 1960 / 1981 und 1998 / 2010
Nutzlänge der Kammerschleuse: 230 Meter
Stauhöhe der Wehranlage: bis zu 4,00 Meter