Industriekultur -Schleusen Schleuse Hadelner Kanal

Uralter Deichtunnel für Entwässerung und Schifffahrt: Große Überschwemmungen gab es einst oft im Hadelner Sietland.

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Denn die Niederung liegt bis zu einem Meter unter dem Meer. Deshalb wurde von 1852 bis 1855 von Otterndorf nach Bederkesa der 32 Kilometer lange Hadelner Kanal gebaut. Er entwässert das Sietland. Dabei helfen die Otterndorfer Schöpfwerke, weil 1955 eine Verbindung vom Hadelner Kanal zur benachbarten Medem in Betrieb ging. Außerdem dient der Kanal der Schifffahrt, vor allem dank des seit 1860 nach Bremerhaven führenden Bederkesa-Geeste-Kanals. Damit können Schiffe direkt von der Elbe zur Weser, ohne den Umweg über die Nordsee, fahren. Doch fahren hier heute keine Frachter mehr, nur Freizeitschiffe.

Die 1854 in Betrieb genommene Schleuse Otterndorf ist der nördliche Abschluss des Kanals mit einem kleinen Tunnel im Deich. Zur Elbe hin wird die Schleuse mit Stemmtoren verschlossen; binnendeichs gibt es seit 1968 ein Schleusenbecken. Mit dem 1985 statt Stemmtoren hier eingebauten zweiten Hubtor lassen sich Schiffe auch unabhängig von der Tide schleusen. Gleichzeitig war der Elbdeich erhöht worden. Nun soll er erneut verstärkt werden: Dafür wird die Schleuse neugebaut, weil die alte Gründung ein Ausbau nicht mehr verkraften würde.

Adresse des Objekts:
Am Kanal 2, 21762 Otterndorf

Kontakt:
Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)
Betriebsstelle Stade
Harsefelder Straße 2
21680 Stade

Kurzprofil:
Typ: Kammerschleuse mit Deichtunnel und Kammer,durch Stemmtore und Hubtore verschlossen
Gewässer: Hadelner Kanal
Baujahre: 1854 / 1968 / 1985
Nutzlänge der Schleuse: 33,50 Meter