Industriekultur -Schleusen Schleuse Eiderkanal Kluvensiek

Der schleswig-holsteinische Eiderkanal war der erste von Seeschiffen befahrene Kanal der Welt. Als Vorläufer des Nord-Ostsee-Kanals war er bis 1895 in Betrieb.

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Der Schleswig-Holsteinische Kanal ist der erste von Seeschiffen befahrene Kanal der Welt gewesen. Die später Eiderkanal genannte Wasserstraße war bis 1895 in Betrieb. Als  Vorläuferin des Nord-Ostsee-Kanals verband sie die Kieler Förde mit der Untereider bei Rendsburg: Über die Eider erreichten die Schiffe dann bei Tönning die Nordsee. Von den Schleusen mit einem Hub von etwa 2,50 Meter blieben in Rathmannsdorf bei Kiel-Holtenau sowie in Klein Königsförde und in Kluvensiek (Bovenau) drei Anlagen weitgehend erhalten; letztere wurde bis 2014 saniert. Auch Gebäude und Teile der Kanaltrasse gibt es noch.

Etwa 2.500 Arbeiter überwiegend aus der Kremper- und der Wilstermarsch, Lübeck und dem Königreich Hannover hatten den 43 Kilometer langen Kanal von 1777 bis 1784 gebaut. Dabei profitierte der Bau von mehreren technischen Neuerungen. Und die Schleusen galten als bedeutende Ingenieurleistung. Fünf der einst sechs Schleusen hatten zwei Kammern: eine 35 Meter lange, 7,80 Meter breite und 3,50 Meter tiefe Kammer für die Schiffe sowie eine kleinere Kammer zur Regulierung der Wasserstände im Kanal und in der großen Kammer. Dafür gab es Zapfschütten (Ventile) zwischen den Kammern.

Ort: Sehestedter Straße, Ortsteil Kluvensiek, 24796 Bovenau

Informationen:
http://www.canal-verein.de

Kontakt:
Canal-Verein e.V.
E-Mail: mail@canal-verein.de

Tourist-Information Nord-Ostsee-Kanal
Altes Rathaus, Altstädter Markt
24768 Rendsburg
Tel. 0 43 31 / 2 11 20

Kurzprofil:
Typ: Kammerschleuse mit Stemmtoren und zwei Kammern: für Schiffe und Umflut
Gewässer: Schleswig-Holsteinischer Kanal (Eiderkanal)
Bauzeit (Kanal): 1777 bis 1784
Material: Ziegel, Klinker, Bornholmer Granit