Industriekultur -Schleusen Schleuse Lübz

Der Fluss Elde prägt Lübz entscheidend. Mitten in der Stadt gibt es nebeneinander Schleuse und Wassermühle mit zwei wichtigen Brücken.

1 / 1

Tage der Industriekultur, Programm, Festival, Häfen, Wasser, Elbe, Schiffe, Kanäle, Schleusen, Fabriken, Museen, Technikgeschichte, Metropolregion Hamburg, Tourismus

Die Elde hat Lübz entscheidend geprägt. Neben der Schleuse gab es seit dem 13. Jahrhundert eine Wassermühle (die heutigen Bauten sind von 1759 und 1850). Und die Schleusen- und die Mühlenbrücke boten im Ort die einzige Möglichkeit, den Fluss zu queren. Erst mit der 1973 fertiggestellten Umgehungsstraße gibt es eine Alternative. Die 1827/28 mit zwei Natursteinbögen erbaute Mühlenbrücke wurde 1995 konstruktiv verstärkt, saniert und zum Teil rekonstruiert. Dagegen wurde die Hubbrücke über der Schleuse 2008 neugebaut.

Seit 1803 war die Elde zwischen Plau und Parchim eingeschränkt schiffbar. Bis 1834 wurde der mäandrierende Fluss dann für den Verkehr mit 50-Tonnen-Kähnen ausgelegt und seit 1867 weiter ausgebaut. Doch erst 1921 begann östlich von Lübz der Bau des Fahrenhorst-Kanals mit der Schleuse Bobzin und damit die Beseitigung der letzten Schifffahrtshindernisse. Denn hier hatte es viele flache Stellen und starke Krümmungen gegeben. 1928 waren die Arbeiten für den Verkehr mit 250-Tonnen-Kähnen (Groß-Finowmaß) abgeschlossen – bis auf die mit einer Länge von 31,70 Meter viel zu kleine Schleuse Lübz. Der Neubau mit der 55 Meter langen Kammer wurde erst 1930 fertig.

Ort: Mühlenstraße, 19386 Lübz

Kontakt:

Stadtinformation Lübz

Am Markt 23

19386 Lübz

Tel. 03 87 31 / 5 07 – 4 20

E-Mail: info@luebzerland.de

Kurzprofil:

Typ: Kammerschleuse mit Stemmtoren und Klapptor

Gewässer: Elde-Müritz-Wasserstraße

Bauzeit: 1928–30

Material: Beton, Granit, Ziegel, Stahl