Industriekultur - Schöpfwerke Windschöpfmühle Honigfleth

In der Wilstermarsch waren früher bis zu 350 windgetriebene Schöpfmühlen im Einsatz, um das unter dem Meeresspiegel gelegene Land zu entwässern.

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Tage der Industriekultur 2013, Programm, Festival, Häfen, Wasser, Elbe, Schiffe, Kanäle, Schleusen, Fabriken, Museen, Technikgeschichte, Metropolregion Hamburg, Tourismus

An den Wettern der Wilstermarsch sind früher bis zu 350 windgetriebene Schöpfmühlen im Einsatz gewesen, um das unter dem Meeresspiegel gelegene, aber sehr fruchtbare Land zu entwässern. Im Stördorfer Ortsteil Honigfleth bei Wilster blieb eine erhalten. Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Windmühle wurde dafür teilweise abgebaut und bis zum Jahr 2000 umfassend renoviert. Zuletzt kümmerte sich der Förderverein um den Neubau einer sechs Meter langen, elektrisch betriebenen Wasserschnecke aus Holz. Damit kann den Besuchern die Fördertechnik der Schöpfmühle auch demonstriert werden, wenn zu wenig Wind ist.

Die Windmühle treibt eine archimedische Schnecke an, die das Wasser aus dem Vorfluter etwa 2,20 Meter hoch in die Wettern fördert. Sie ist die einzige im Funktionszusammenhang aktive Kokermühle in Deutschland. Die Kokermühlen sind eine Übergangsform zwischen den Holländer- und den Bockwindmühlen. Die drehbare Haube lagert hier auf einem Balkenbündel (Köcher = holländisch Koker), das die in den Keller führende Königswelle umschließt. Dort treibt die Welle Maschinen – in diesem Fall eine Wasserförderschnecke – an. Bei den Bockwindmühlen dagegen befinden sich die Maschinen im drehbaren Mühlenkasten.

Ort: Honigfleth 1, 25554 Stördorf

Öffnungszeiten:

Besichtigung nach Vereinbarung

Kontakt:

Förderverein Bockmühle in Honigfleth e.V.

Helmut Sievers

Stördorf 8

25554 Stördorf

Tel. 0 48 23 / 88 58

Kurzprofil:

Typ: Windmühle (Kokermühle)

Funktion: Schöpfwerk mit Wasserschnecke

Baujahr: 18. Jahrhundert

Förderhöhe: etwa 2,20 Meter