Industriekultur - Wassermühlen Wassermühle Vellahn

Die Bruchmühle in Vellahn stammt im Kern von etwa 1840. Seitdem ist der atmosphärisch bestechende Fachwerkbau äußerlich kaum verändert worden.

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Die Bruchmühle in Vellahn stammt im Kern von etwa 1840: Seitdem ist der atmosphärisch bestechende Fachwerkbau äußerlich kaum verändert worden. Zu dem Hof gehören Wohnung und Mühlstube unter einem Dach, landwirtschaftliche Nebengebäude und auch ein Eiskeller. Er liegt idyllisch am Waldrand in einer Niederung mit Mühlenteich. Diese Bruchlandschaft gab der Wassermühle wohl mal ihren Namen. Seit 2009 gibt es auch wieder ein Wasserrad, nach einer alten Zeichnung neugebaut. Denn die Mühle hatte schon seit 1880 kein Wasserrad mehr. Eine Wasserturbine trieb damals die Mahltechnik an, seit den 1920er Jahren ein Dieselmotor.

1954 wurde die Mühle an das öffentliche Stromnetz angeschlossen, woran das Trafohäuschen am Hof erinnert. Seitdem diente ein Elektromotor als Antrieb – bis er 1972 durch einem Kurzschluss zerstört wurde. Seitdem blieb alles so stehen, von Verfall bedroht. 1984 übernahm der Grafiker Volkmar Kurkhaus den Hof von der Familie Barkholtz. Sie war seit 1680 hier ansässig gewesen. Kurkhaus sanierte die Bauten, erhält auch große Teile der Inneneinrichtung originalgetreu und nutzt sie als Kulturmühle für Veranstaltungen und Seminare sowie für Übernachtungsgäste.

Ort: Brahlstorfer Straße 5, 19260 Vellahn

Kurzprofil:
Typ: Wassermühle mit oberschlächtigem
Wasserrad (heute rückschlächtig)
Baujahr: um 1840
Stilllegung: 1972
Produktion: Getreidevermahlung