Industriekultur - Wassermühlen Wassermühle Lünzen

Zwei Wasserräder für den Antrieb. Die Mühle Lünzen hat lange Zeit zwei Wasserräder gehabt.

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Erst 2003 wurde das zweite Rad ausgebaut. Es steht heute neben dem Gebäude. Doch im Getriebekeller ist die entsprechende Antriebsanlage noch vollständig vorhanden – ebenso wie die Mahltechnik. Die Kraft der aufgestauten Veerse trieb hier einst die Mühle sowie das 1897 daneben erbaute Sägewerk an. Zudem erinnert eine alte Schalttafel an die seit 1905 betriebene Stromerzeugung. Um von der Wasserkraft unabhängiger zu sein, nutzte der Müller seit 1909 zusätzlich eine Dampfmaschine, die er 1927 durch einen Dieselmotor ersetzte. Die Transmissionswelle auf der Rückseite der Mühle war Teil dieser Anlage.

Seit 1746 gehört die Wassermühle der auf dem Nachbarhof ansässigen Familie Heino. Die schon 1587 erstmals erwähnte Lünzmühle wurde mehrfach umgebaut, ab 1887 grundlegend erneuert und 1913 aufgestockt. Damals hatte sich die zur Mühle gehörende Landwirtschaft so günstig entwickelt, dass schließlich 250 Hektar Fläche zum Betrieb gehörten. Bis 1972 produzierte die Mühle noch Mehl für die Brotfabrik Rugenberger Mühle in Schneverdingen. Anschließend wurde sie nur noch unregelmäßig betrieben und 1978 stillgelegt.

Adresse des Objekts:
Lünzmühlen 4, Ortsteil Lünzen, 29640 Schneverdingen

Kontakt:
Gruppe Denkmalpflege Wassermühle Lünzen
im Heimatbund Schneverdingen e.V.

Kurzprofil:
Typ: Wassermühle mit unterschlächtigem Wasserrad
Baujahr: 1887 (1913 aufgestockt)
Stilllegung: 1978
Produktion: Getreidevermahlung, Stromproduktion, Sägewerk