Industriekultur - Kraftwerke Wasser- und Dieselmotorenkraftwerk Lauenburg

Ein inklusive der Technik erhaltenes Wasser- und Dieselmotorenkraftwerk aus den 1920er-Jahren zählt zu den nahezu unbekannten Attraktionen in Lauenburg.

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Ein Wasser- und Dieselmotorenkraftwerk aus den 1920er-Jahren zählt zu den nahezu unbekannten Attraktionen in Lauenburg. Es steht etwas abseits zwischen der modernen Schleuse des Elbe-Lübeck-Kanals und der alten Palmschleuse und trieb einst mit dem überschüssigen Wasser des Elbe-Lübeck-Kanals eine Turbine zur Stromerzeugung an. Schon vor dem Bau des Kanals hatte hier die Palmmühle die Wasserkraft zwischen der Stecknitz-Fahrt und der Elbe genutzt. Die Stadt Lauenburg kaufte die Mühle und baute daneben 1921 ein kleines Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 70 Kilowatt.

Der Strombedarf stieg sehr schnell. Deshalb erweiterte die Stadt die Anlage 1926 um ein Dieselmotorenkraftwerk und stellte vier Maschinensätze mit 150, 200, 330 und 345 PS auf. Motoren von Deutz trieben hier die großen Generatoren an. 1936 wurde die Anlage im Rahmen der Autarkiebestrebungen des Dritten Reiches um einen Raum für einen Drehrostgenerator erweitert. Er erzeugte aus Steinkohle das Gas für zwei der Motoren. Seit 1974 ist das E-Werk außer Betrieb. Die denkmalgeschützten roten Backsteingebäude im Stil der Reformarchitektur aber blieben mit der Technik nahezu vollständig erhalten.

Ort: Bei der Palmschleuse, 21481 Lauenburg

Informationen:

http://www.ewerk-lauenburg.de

Kontakt:

Stadt Lauenburg/Elbe

Tourist-Information

Amtsplatz 4

21481 Lauenburg/Elbe

Tel. 0 41 53 / 59 09 – 2 05

Kurzprofil:

Typ: Wasserkraftwerk mit Turbine,

Dieselkraftwerk

Baujahr: 1921, 1926, 1936

Leistung: Francisturbine mit 70 Kilowatt,

Motoren von Deutz mit 150, 200, 330 und 345 PS