Industriekultur - Wassermühlen Wassermühle Klein Rönnau

Die Technik der Wassermühle Klein Rönnau blieb weitgehend erhalten. Bis 1960 wurde damit gemahlen; heute kann sie in Betrieb vorgeführt werden.

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Ein stattliches Mühlengebäude bietet die Wassermühle in Klein Rönnau. Der bereits 1649 errichtete Fachwerkbau hat zwei Geschosse und unter dem großen Dach zwei weitere Böden. Damit hatte der Müller für die damalige Zeit ungewöhnlich viel Platz. Heute sind dort unter anderem Mahlgänge, Haferquetsche und Schrotmühlen, eine Maschine für die Getreidereinigung und Sichter sowie Becherwerke und Schneckenförderer untergebracht. An bestimmten Tagen wird die Technik in Betrieb vorgeführt, dabei etliche Zentner Weizen vermahlen.

Ursprünglich hatte ein Wasserrad mit dem hier zum Teich gestauten Auslauf des Großen Segeberger Sees die Mühle angetrieben. Es wurde 1899/1900 durch eine Turbine ersetzt und das Ganze um den Speicher mit Maschinenhaus ergänzt. Damals erzeugte die Mühle in geringem Umfang auch Strom für das Dorf. Heute dagegen treibt ein 1920 erbauter Elektromotor die Mühle an. Denn die Turbine der 1960 stillgelegten Mühle ließ sich nach sehr langem Stillstand nicht mehr verwenden. Von 1998 bis 2001 wurde die Mühle saniert. Seit 2008 gehört das Ensemble der Gemeinde, die im Maschinenhaus über einen repräsentativen Kulturraum verfügt. Darüber wurden zwei Wohnungen eingebaut.

Ort: Mühlenweg 2, 23795 Klein Rönnau

Informationen, Kontakt und Öffnungszeiten:
https://www.segeberg.info/sp_95_9_27-muehlenmuseum-klein-roennau.htm
In den Sommerferien ist die Mühle sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet, sonst nach Vereinbarung. 

Kurzprofil:
Typ: Wassermühle mit Turbine, ursprünglich unterschlächtiges Wasserrad
Baujahr: 1649, Speicher- und Maschinenhaus-Anbau von 1899/1900
Stilllegung: 1960
Produktion: Getreidevermahlung, Stromproduktion