Industriekultur - Wassertechnik Wasserturm Eutin

Die Trinkwasserversorgung war in dem wasserreichen Gebiet um Eutin herum lange Zeit kein Problem. Der Bau des örtlichen Wasserturms geht auf ein Großfeuer zurück.

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Die Trinkwasserversorgung war in dem wasserreichen und dünn besiedelten Gebiet um Eutin herum lange Zeit kein Problem. Der Bau des örtlichen Wasserturms geht dagegen auf ein Großfeuer zurück: Bis 1909 ließ die Stadt am Deefstieg ein Wasserwerk mit Tiefbrunnen und auf dem Kamp den Wasserturm bauen. Denn ein verheerender Brand am 19. Januar 1907 hatte deutlich gemacht, dass Wasser mit Druck aus der Leitung kommen muss. Sonst kann die Feuerwehr damit nichts anfangen. Für diesen Druck sorgten einst Wassertürme, bevor sie von modernen Pumpen verdrängt wurden.

Mit seinen historisierenden Formen ist der Turm auch ein Musterbeispiel der damaligen Architektur. Seine Zinnen und Spitzbogenfenster erinnern an einen Burgturm und fügen sich gut in das Stadtbild ein. In seinem Kopf trägt er einen 250 Kubikmeter Wasser fassenden Intze-Behälter und ein Aussichtsgeschoss: Denn von Beginn an diente das Bauwerk auch Besuchern für einen Rundumblick. Von 1992 bis 1997 wurde er grundlegend saniert, dabei viele ursprüngliche Baudetails wieder hergestellt. Seit 2007 dient er nicht mehr als Druckspeicher im Wassernetz. Dafür gibt es dort seitdem eine Ausstellung zu den Wassertürmen des Landes.

Ort: Wilhelmstraße 12 / Ecke Bismarckstraße, 23701 Eutin

Informationen / Öffnungszeiten

http://www.holsteinischeschweiz.de/wasserturm

Der Turm ist vom 15. Mai bis 14. September täglich außer montags von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

Kontakt:

Tourist-Information

Markt 19, 23701 Eutin

Tel. 0 45 21 / 7 09 70

Kurzprofil:

Typ: Wasserturm
Baujahre: 1909
Stilllegung: 2007
Behälterart: Intze
Inhalt: 250 Kubikmeter
Turmhöhe: 39,20 Meter