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Projektpartnerschaft Nord - Überregionale Partnerschaft im norddeutschen Raum

Die Länder Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben gemeinsam ihre Regionalpolitik weiterentwickelt und in einem vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) kofinanzierten Modellvorhaben der Raumordnung (MORO Nord) ab 2007 eine "großräumige Partnerschaft" mit der Metropolregion Hamburg, ganz Schleswig-Holstein und dem Mecklenburg-Vorpommerner Landesteil Mecklenburg gesucht. Auch einige dänische Regionen und Hochschulen haben an dem Versuch, der seit 1.4.2011 als "Projektpartnerschaft Nord" (PPN) unter Hamburger Vorsitz fortgesetzt wird, teilgenommen.

 

Der Raum von PPN umfasst Teile Niedersachsens und Mecklenburg-Vorpommerns, Hamburg und Schleswig-Holstein.   Ziel ist es, einen Strategieansatz für eine Kooperation zu finden, um zwischen unterschiedlich strukturierten Räumen, d.h. zwischen städtischen und ländlichen, zentralen und peripheren sowie wirtschaftlich starken und schwächeren Regionen Projekte zum gegenseitigen Vorteil zu finden, um die Wettbewerbsfähigkeit der Gesamtregion zu fördern.

MORO Nord stand unter dem Vorsitz Schleswig-Holsteins und hat unter Teilnahme von Wirtschaft und Wissenschaft in 14 Arbeitsgruppen projektbezogene Zusammenarbeit "geübt". Auch wenn nicht alle Projekte richtungsweisende Erfolge vorweisen konnten, so zeichnet sich MORO Nord und jetzt PPN durch folgende strategische Ergebnisse und Weiterentwicklungen aus:

  • Länder, Kreise, Städte und Gemeinden haben gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft bottom-up und mit wissenschaftlicher Begleitung eine Verwaltungsgrenzen überschreitende Zusammenarbeit versucht. Das Denken macht zunehmend nicht mehr an der eigenen Zuständigkeitsgrenze halt. Das Verständnis, dass alle in Norddeutschland "in einem Boot" sitzen, ist gewachsen. Punktuell haben auch dänische Akteure mitgewirkt.
  • Die großräumige Partnerschaft hat in ihrer kurzen Laufzeit bereits die Atmosphäre zwischen den Akteuren im norddeutschen Raum deutlich entspannt und den Gedanken der Zusammenarbeit gestärkt. Das Zusammenspiel zwischen dem ländlichen Raum und den Städten wurde analysiert und wird zukünftig zu engeren Verfechtungen und mehr gegenseitigem Verständnis führen. Alle Partner sind als gleichberechtigte Partner wahrgenommen worden. Ost-West- und auch Nord-Süd-Gefälle wurden zumindest beim Miteinander aufgehoben.
  • Auf der Achse nach Kopenhagen ist unter Vorsitz der Kammer Lübeck eine Arbeitsgruppe "Brückenschlag" entstanden, die unter Beteiligung von Dänemark eine neue Form der Zusammenarbeit vorbereitet, die der künftige Fehmarnbelt-Tunnel ermöglicht. Die Partner der großräumigen Zusammenarbeit unterstützen zwischenzeitlich gemeinsam dieses Projekt. Die Entwicklung der Jütlandachse (A7) wird zukünftig ebenfalls Dänemark mit in die Partnerschaft einbinden. Ebenso könnte das Projekt Kulturschiene die Verbindung der Metropolregion Hamburg mit der Metropolregion Hannover, Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg befördern.

Die zur Zeit bestehenden Projekte sind:

  • Campus Nord:  Gemeinsame norddeutsche Hochschul- und Wissenschaftskooperation.
  • Überregionale Logistikplattform verbunden mit dem Teilprojekt Rail Hub: Aktivitäten für ein gemeinsames internationales Marketing
  • Brückenschlag mit dem Teilprojekt Bahnverbindung Elbquerung: Ausbau der Zusammenarbeit mit Ausrichtung der Chancen und Anforderungen einer festen Fehmarnbelt-Querung und einem grenzüberschreitenden Informationsaustausch und einer Wirtschaftsentwicklung entlang weit in das Hinterland Norddeutschland.
  • Qualifiziertes Norddeutschland: Sicherung und Findung von Fachkräften im norddeutschen Raum
  • Land-Stadt-Allianzen mit den Teilprojekten Erneuerbarer Energien, Daseinsvorsorge, Garten der Regionen/Aus der Region für die Region, Heranrücken: Entwicklung von Kooperationsprojekten der Land-Stadt Kooperationen. Gesundheitsversorgung, Landwirtschaft für die Region, ÖPNV in der Region.
  • Unverwechselbar Norddeutschland: Entwicklung einer Marke Norddeutschland und deren Einführung.
  • Regionales Entwicklungskonzept entlang der Jütlandachse: Unterstützung von Kooperationen entlang der A7.
  • Kunstschiene: Verbindung der Bahnhöfe zwischen Hamburg und Kassel durch Aufdeckung der Kunstpotentiale (http://www.metropolregion.de/pages/themen/kunstschiene/index.html).
  • Norddeutscher Planungsverbund: Vereinheitlichung von Planungszeichen in norddeutschen Kartendarstellungen.

Dokumente zum Herunterladen:

Sitzungsprotokolle:

Kontakt:

Geschäftsstelle der Projektpartnerschaft Nord
Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI)
Stabsbereich Norddeutsche Zusammenarbeit

Horst Naruga
Alter Steinweg 1-3, 20459 Hamburg
Tel: 040/428.41.2804, Fax: 040/428.41.2635
E-Mail: Horst.Naruga@bwvi.hamburg.de


Weitere Informationen
Webseite von MORO Nord (wird nicht mehr aktualisiert)

 

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