Klimaschutz und Energie Länderübergreifender Hochwasserschutz an Binnengewässern

Ziel des Leitprojektes ist es, durch Maßnahmen in den Bereichen Oberflächenwasser- und Stoffrückhaltung den Binnenhochwasserschutz im Einzugsgebiet der Brookwetterung zu verbessern. Um das Projekt umzusetzen, gibt es eine einzugsgebietsorientierte, länderübergreifende kooperative Zusammenarbeit der betroffenen Gemeinden des Kreises Herzogtum Lauenburg, der Stadt Geesthacht und der Freien und Hansestadt Hamburg.

Metropolregion Hamburg Leitprojekte Länderübergreifender Hochwasserschutz an Binnengewässern

Zunächst wurde das gesamte Einzugsgebiet der Brookwetterung nach Möglichkeiten zur Wasser– und Sandrückhaltung untersucht und anschließend erste Maßnahmen umgesetzt. So wurde am Börnsengraben eine Überschwemmungsfläche mit 3300 m³ Volumen und ein Sandfang geschaffen. An der Bis wurden drei ehemalige Fischteiche in Rückhalteteiche mit einem Stauvolumen von 5000 m³ umgebaut. Für 2008 ist eine Staufläche für den Bereich Geesthacht mit 1000 m³ Stauvolumen geplant.

Am Sander Knollgraben soll ein Sandfang entstehen, um den Sandtransport in die Brookwetterung zu unterbinden. Für 2009 sollen durch weitere Maßnahmen an den Einleitstellen die Sandfracht in die Dalbek weiter reduziert werden. Auch für Escheburg sind weitere Sandfänge in Kombination mit einer Rückhaltung angedacht.

Die Einmündungen der Dalbek in den Grenzgraben und des Grenzgrabens in die Brookwetterung sollen strömungstechnisch optimiert werden. Eine weitere wichtige Maßnahme ist die hydraulische Grundinstandsetzung der Brookwetterung unter dem Aspekt der Wasserrahmenrichtlinie.

Es hat sich länderübergreifend eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden, den Städten und dem Kreis entwickelt. Aus dieser guten Zusammenarbeit heraus soll sich ein Wasser- und Bodenverband entwickeln, der zuerst nur das Lauenburger Gebiet umfasst, später auch länderübergreifend das Hamburger Gebiet einschließt.