E-Government in der Metropolregion Hamburg

Den Herausforderungen von E-Government begegnen wir in der Metropolregion Hamburg gemeinsam - und zwar "grenzenlos wirtschaftlich und bürgernah!"

Metropolregion Hamburg Leitprojekt E-Government in der Metropolregion Hamburg

Im Rahmen des Gesamtvorhabens Metropolregion Hamburg wurde deutlich, dass gemeinsame Anstrengungen im Feld des E-Government die Chance bieten, die Metropolregion weiter zu stärken. Erkannt wurde aber auch, dass der Weg nur über eine weiter intensivierte Zusammenarbeit der beteiligten Gemeinden und Länder führt. Hieran wird seitdem ganz konkret und sehr intensiv im Rahmen des Projektes "E-Government in der Metropolregion Hamburg" gearbeitet.

Auftrag des Projektes:

Aufbau einer gemeinsamen E-Government-InfrastrukturZurzeit wird eine gemeinsame IT-Infrastruktur als Basis für eine Vielzahl von E-Government -Angeboten aufgebaut. Kernstück bildet das Metropolregion-Netz, dass alle Verwaltungen der Metropolregion miteinander vernetzt. Dies geschieht durch Zusammenschaltung bereits vorhandener Vernetzungen: viele Kommunen sind an Kommunalnetze, diese an Kreisnetze und diese wiederum an Landesnetze angeschlossen. Teile der drei Landesnetze ergeben das Metropolregion-Netz. Am Ende steht dann eine E-Government-Metropolregion für rund vier Millionen Menschen in drei Bundesländern (auf einer Fläche wie Rheinland-Pfalz).Die sich bietenden Nutzungsmöglichkeiten sind - auch im Wortsinn - grenzenlos. Begonnen wird mit der Realisierung der Lebenslage "Umzug" - eine Anwendung mit hohem Kundennutzen. Die mit dem Umzug erforderlichen Behördengänge "Ummeldung und Kfz-Umschreibung" können zukünftig in einem Gang und freier Behördenwahl erledigt werden - unabhängig von der jeweiligen formalen Zuständigkeit (One-Stop-Government).

Zielsetzung: Beitrag zur Verwaltungsmodernisierung

Das Projekt trägt zur wirtschaftlichen IT-basierten Verwaltungsmodernisierung bei - weg von "Insellösungen". Es entstehen Synergieeffekte durch technische und organisatorische Prozessoptimierung: Digitalisierung und Vernetzung sowie Bündelung der Verwaltungsvorgänge ("One-Stop-Government") und Zusammenführung der Backoffice Strukturen.

Dies führt zu Kosten-/Zeit-/Qualitätsvorteilen, die wiederum eine verbesserte Erfüllung gesetzlicher Aufgaben sowie politischer Ziele und die Zusammenarbeit mit anderen Verwaltungen ermöglichen.

Im Ergebnis wird die Möglichkeit geschaffen, Geschäftsprozesse der Verwaltung über Bundesländergrenzen hinweg ohne Medienbrüche abzuwickeln. Perspektivisch sind die Einbindung verwaltungsexterner Kommunikationspartner und die Schaffung übergreifender Online-Services vorgesehen.

Günstige Ausgangsbedingungen: Machbarkeitstudie ergibt "Projekt ist wirtschaftlich sinnvoll und politisch empfehlenswert!"
Die Herausforderungen des Projektes bestehen in der technischen und rechtlichen Überwindung von Gemeinde-, Kreis- und Landesgrenzen zur Schaffung eines frei wählbaren Behördenzugangs für sämtliche Bürgerinnen und Bürger der Metropolregion - ohne die verwaltungsrechtlichen Zuständigkeiten außer Acht zu lassen. Wir sind aus den folgenden Gründen zuversichtlich diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Eine vorgeschaltete Machbarkeitsstudie ist abgeschlossen und kommt zu dem Ergebnis, dass das Projekt wirtschaftlich sinnvoll und politisch empfehlenswert ist. Untersucht wurden technische Voraussetzungen, bestehende rechtliche Hindernisse in Landes- und Bundesrecht und Lösungsvorschläge zur organisatorischen Umsetzbarkeit. Die Ergebnisse der Studie können hier im Anhang herunter geladen werden. Darüber hinaus können wir bereits auf sehr positive Erfahrungen in der überregionalen Zusammenarbeit zurückblicken. Alle Partner sind sehr lösungsorientiert und motiviert. Das Projekt kann auf den gemeinsamen IT-Dienstleister "Dataport" für Hamburg und Schleswig-Holstein bauen.

Viele profitieren von den Ergebnissen
Zunächst profitieren natürlich die vier Millionen Einwohnerinnen und Einwohner der Metropolregion Hamburg. Bei Umzug innerhalb der Region brauchen sie künftig nur noch einen Gang zur Behörde ihrer Wahl zu machen - anstelle vieler Gänge zu ihren Wohnortbehörden. Probleme mit ungünstigen Öffnungszeiten der Behörden wird es nicht mehr geben. Das nützt nicht nur Zehntausenden von Pendlern, sondern auch all denjenigen, welche - z. B. mit öffentlichen Verkehrsmitteln - "fremde" Behörden leichter erreichen können als die ihrer Wohnortgemeinden oder Einkäufe und Behördengänge verbinden wollen. Aber auch die 190 Kommunen profitieren erheblich von günstigeren Verwaltungs- und IT-Betriebskosten.

Die Übertragbarkeit ist hoch: Erkenntnisse aus diesem Projekt können auch in anderen Ländern und Gemeinden umgesetzt werden. Die Metropolregion Hamburg steht hier stellvertretend für alle Metropolregionen in Deutschland.

Das Projekt deckt sich mit den Intentionen von Deutschland-Online und vermittelt dieser Strategie wichtige Impulse.