Kulturlandschaften Schleswig-Holsteiner Knicklandschaft - Lebendige Kulturlandschaft

Der Frühling taucht die Schleswig-Holsteiner Moränenlandschaft in ein sattes Sonnengelb: Dann blüht der Raps auf den Äckern, die durch Wege und Wallhecken unterteilt sind. Diese so genannten Knicks sind bis zu 250 Jahre alt und dienten ehemals als Grenzmarkierung und Einfriedung. Heute bieten sie bis zu 7.000 Tierarten, darunter vielen Singvögeln, Unterschlupf und Lebensraum. In der Knicklandschaft werden vor allem Getreide und Raps angebaut. Für Besucher bieten sich vielfältige Ausflugsangebote in einer wunderschönen Landschaft.

Schleswig-Holsteiner Knicklandschaft - Lebendige Kulturlandschaft

Die typische Schleswig-Holsteiner Knicklandschaft hat ihre Ursprünge in Agrarstrukturreformen Ende des 18. Jahrhunderts. Bis dahin meist in Dorfgemeinschaften bewirtschaftete Acker- und Weideländereien wurden zur Intensivierung der Landnutzung in Parzellen aufgeteilt und einzelnen Bauern zugeordnet. Den neuen Eigentümern wurde auferlegt, ihre Parzellen gegeneinander und zum Schutz vor Wind, Wild und benachbartem Weidevieh mit Wallhecken, den Knicks, abzugrenzen, die dann mit Sträuchern bepflanzt wurden. Diese Kulturlandschaftselemente bieten vielen Pflanzen und Tieren einen wertvollen Lebensraum. In der Schleswig-Holsteiner Knicklandschaft werden vor allem Getreide und Raps angebaut und geerntet sowie Rapshonig und Rapsöl hergestellt. Die Knicklandschaft bietet nicht nur ein attraktives Landschaftsbild, sondern lädt vielerorts auch zum Wandern, Radfahren und Reiten ein – und zum Baden in einem der vielen natürlichen sehr sauberen Seen.

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