Presseinformation Eröffnung der Park+Ride Anlage in Ludwigslust

Park and Ride Anlage in Ludwigslust

Als einzige Stadt mit einem ICE-Halt in der Region, ist Ludwigslust eine besondere infrastrukturelle Bedeutung beizumessen. Das große Potenzial der Stadt liegt in der Möglichkeit der Kombination des motorisierten Individualverkehrs und des öffentlichen Nah- und Fernverkehres.

Die Stärke des vorhandenen motorisierten Individualverkehrs führt schon jetzt zu enormen verkehrstechnischen und Umweltbelastungen. In der Zukunft ist nicht davon auszugehen, dass die Entwicklung perspektivisch rückläufig sein wird. So ist gerade vor dem Hintergrund steigender Umweltbelastungen aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens, die Diskussion von Alternativen wichtig. Erklärtes Ziel der Stadt Ludwigslust ist es, die Attraktivität des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs zu steigern und den Individualverkehr weiter zu verringern.

Durch die Nähe zum Großraum Hamburg und die Möglichkeit, mit dem ICE in nur 40 Minuten am Hamburger Hauptbahnhof zu sein, gibt es viele Pendler, die täglich zwischen Arbeitsort Hamburg und Wohnort Ludwigslust unterwegs sind. Viele von ihnen kommen aus der Region mit eigenem PKW. Im gesamten Umfeld der Bahnhofsanlage war bislang ein eher ungeordnetes Parken durch fehlende Stellplätze leider das tägliche Bild. Die notwendige Verkehrssicherheit war durch diesen Zustand nicht mehr gegeben.

Ziel des Projektes ist es, dass bisherige Angebot an Parkplätzen im Umfeld des Bahnhofes zu erweitern, um so den vorhandenen Bedarf decken zu können. Für die neue P+R Anlage wurde eine bisher ungenutze Fläche am Bahnhof ausgebaut. Das gesamte Bahnhofsumfeld erfährt so eine Aufwertung, die zu einer Erhöhung der Attraktivität des Ludwigsluster Bahnhofs beiträgt.

In die Anlage wurden etwa 1 Mio € investiert, die aus Eigenmitteln, durch Zuwendungen für Investitionen und Maßnahmen im Öffentlichen Personennahverkehr durch den „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ im Land MV sowie mit Mitteln aus der Metropolregion Hamburg finanziert wurden.

Die Metropolregion Hamburg fokussiert ihre Kräfte auf Bereiche, deren Entwicklung der ganzen Region zu Gute kommt. Die Mobilität der Menschen spielt dabei eine wesentliche Rolle. Projekte zur Verbesserung der Situation für Pendler sind wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg. Park+Ride Anlagen dienen als Teil dessen dazu, den Öffentlichen Personennahverkehr zu stärken und Umweltbelastungen zu verringern. Im Förderfonds der Metropolregion Hamburg gehen knapp 94.000 € für den Bau der P+R Anlage an die Stadt Ludwigslust. Das unterstreicht auch überregional die Wichtigkeit dieser Maßnahme.

Die Planung beinhaltete den Neubau der Fahrbahn- und Parkflächen, der Entwässerungsanlagen, Gehweganlagen, Bepflanzung sowie Beleuchtungs- und Ausstattungselemente.

Die geplante Parkplatzanlage verfügt jetzt über insgesamt 183 Stellflächen für PKW in Senkrecht- bzw. Schrägaufstellung, davon 5 Parkplätze, die behindertengerecht gestaltet wurden. Für Motorräder stehen 14 Stellplätze zur Verfügung. Weiterhin gibt es in der Parkplatzanlage 16 abschließbare Fahrradboxen sowie ca. 100, teilweise überdachte Stellplätze für Fahrräder.

Die Parkflächen wurden mit versickerungsfähigem Öko-Drainpflaster aus Betonsteinen befestigt. Die Fahrbahn für den PKW-Verkehr wurde mit Asphalt hergestellt. Ausgestattet wurde der Parkplatz wird mit einer LED-Beleuchtung. Mit Abschluss der Maßnahme werden 22 Linden und ca. 660 Sträucher gepflanzt. Weiterhin sind als Ausgleich für die abgenommenen Bäume 8 Fledermauskästen angebracht worden.

Bauzeit:November 2014 - Dezember 2014Abbrucharbeiten
Februar 2015Kampfmittelsondierung
Mai 2015 – Mai 2016Erschließungsarbeiten, Beleuchtung,
Bepflanzung
Gesamtinvestition:Bau + Planung:ca. 1.000.000 €
Bauunternehmen: Abriss:MUT Umwelttechnik, Ludwigslust
Erschließung:MUT Kommunalbau, Ludwigslust
Beleuchtung:Steinberg, Grabow
Bepflanzung:Indorf, Dömitz
Planung:Erschließung + Bepflanzung:IHS, Ludwigslust
Beleuchtung:Ing. Büro Fehlandt, Ludwigslust
Abriss und Altlastensanierung: TIR, Konzept, Rostock