Presseinformation Metropolregion im Wandel

Zwölf Demografie-Projekte präsentieren Ergebnisse

Gemeinsame Lösungen zur Daseinsvorsorge im demografischen Wandel zu entwickeln, war Ziel eines groß angelegten Projektes der Metropolregion Hamburg. Die Teilprojekte legen nun ihre Ergebnisse vor, um die Lebensqualität vor Ort bei teils sinkenden Einwohnerzahlen und älter werdender Bevölkerung zu sichern.

Leitbild 2030“ für die Entwicklung des Wirtschaftsraums Unterelbe unterzeichnet

Ärzte, Krankenhäuser und Altenpflege, Supermärkte, Bus und Bahn, Schule und Kita scheinen uns überall als „Daseinsvorsorge“ der öffentlichen Hand selbstverständlich. Nun schrumpft und altert vielerorts die Bevölkerung stetig, in manchen Räumen bis zur kritischen Grenze der Tragfähigkeit von Einrichtungen. Wie sichern wir so noch gleichwertige Lebensverhältnisse in der Region? Diese Kernfrage stand im Mittelpunkt der zwölf Teilprojekte, die eine große Bandbreite an Strategien, konkreten Ansätzen und Lösungen erarbeitet haben. In den letzten drei Jahren wurden die Projekte mit 1,2 Millionen Euro durch die Metropolregion Hamburg gefördert.

In den Kreisen Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Pinneberg, Segeberg, Steinburg, Stormarn, den Landkreisen Cuxhaven, Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg sowie in Amelinghausen, Nordkehdingen und Buchholz wurden verschiedene Ansätze verfolgt. So kann nun im Landkreis Cuxhaven eine Rad+Bus-STATION für Pendler errichtet werden. Im Kreis Steinburg können sich Eltern und Unternehmen seit 2015 mit dem „Steinburger Ferienkompass“ über Betreuungsangebote für Kinder informieren. In Nordkehdingen ist ein Bildungs- und Familienzentrum bereits im Bau. In Amelinghausen wird ein barrierefreies Wohnquartier geplant.

Bei der Abschlussveranstaltung am 26. September  in Hamburg sagte Landrat Rolf Christiansen vom federführenden Landkreis Ludwigslust-Parchim: „Ich danke ausdrücklich der Metropolregion Hamburg und allen Projektteilnehmern für ihr Engagement in diesem Projekt, das eins der prägenden Zukunftsthemen für uns alle umfasst. Der demographische Wandel ist eine komplexe Herausforderung mit vielen Facetten und kann manchmal auch unpopuläre Entscheidungen erfordern. Hier gangbare Lösungen zu finden, erfordert die Mitarbeit von vielen Akteuren, die intensive Beteiligung der Bevölkerung und ein Umdenken bei uns allen. Auf diesem Weg sind wir ein Stück weiter gekommen. Ich freue mich, dass so viele konkrete und übertragbare Ergebnisse aus den zwölf Teilprojekten vorliegen.“

Im Anschluss wurden die Ergebnisse der Teilprojekte den politischen Akteuren und der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Gleichzeitig gab es praktische Anregungen, wie man auch in anderen Gemeinden der Metropolregion Hamburg den Herausforderungen der kommunalen Daseinsvorsorge begegnen könnte. Alle Ergebnisse werden jetzt auf der Internetseite der Metropolregion Hamburg unter http://metropolregion.hamburg.de/demographie-und-daseinsvorsorge/  vorgestellt und zudem in einer im November erscheinenden Abschlussbroschüre publiziert.

Ausblickend auf die weiteren Schritte bekräftigte der Vorsitzende der Facharbeitsgruppe Siedlungsentwicklung Steinburgs Landrat Torsten Wendt, dass das Thema der Nahversorgung für die Entwicklung der ländlichen Räume der Metropolregion Hamburg eine wichtige Rolle spiele und daher verstärkt in den gemeinsamen Arbeitsprozess eingebunden werden sollte.