Dokumentation der GPS-Fachtagung am 26.04.2012 in Wedel Natur als Abenteuer – GPS-unterstützte Bildungsrouten II | Erfahrungen und Praxisbeispiele

Bildungsrallyes liegen voll im Trend. Dies zeigt sich auch in der Umweltbildung. Die 2. Fachtagung zu Umweltbildungsrallyes stellte Praxisbeispiele vor und setzte sich mit mit den Leitlinien, dem Aufwand und den Folgekosten von Bildungsrallyes auseinander. Nun ist die Dokumentation der Veranstaltung online.

Natur als Abenteuer – GPS-unterstützte Bildungsrouten II | Erfahrungen und Praxisbeispiele

GPS Ralley TeetzparkIn den letzten Jahren ist bei vielen Jugendlichen eine zunehmende Entfremdung von der Natur festzustellen. Zeitgleich findet eine starke Inanspruchnahme der Lebensräume u.a. durch Verkehrswege, Siedlungsbau und Industriegebiete, der naturfernen Umgestaltung (z.B. Ausbau der Fließgewässer) der Landschaft und einer z.T. ungelenkten intensiven Freizeitnutzung statt. Ziel vieler Bildungs-Angebote ist es, Jugendliche wieder mit der Natur vertraut zu machen und einen positiven Umgang mit ihr zu vermitteln. 

Die Natur stellt uns eine fast unerschöpfliche Angebotspalette zur Verfügung: Natur als Raum für Besinnung und Entspannung, als Raum für Erlebnisse und Abenteuer, als Ressource (Nahrung, Medikamente) oder als Selbstzweck.

Viele dieser Angebote werden uns sehr kostengünstig zur Verfügung gestellt. Interesse an der Natur zu wecken, emotionale Bindung zur Natur zu fördern und Wissen über die Natur zu vermitteln sind Aufgaben und Zielsetzungen der Umweltbildung. Nur wenn Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene Zugänge zur Natur entwickeln und unterschiedlichen Blickwinkel miteinander vernetzen, kann Handlungs– und Gestaltungskompetenzen für eine positive Gestaltung und Umgang mit der Umwelt bei den Akteuren erreicht werden. Mit vielfältigen pädagogischen Mitteln werden unterschiedliche Zielgruppen in der Umweltbildung angesprochen.

Bildungsrouten als moderne „Schatzsuche“ mit Navigationsgeräten und spannenden Aufgaben in der Natur zu lösen kann eine Methode darstellen, Kinder und Jugendliche (auch Erwachsene) an die Natur heranzuführen. Hierbei wird die hohe Affinität der heutigen Gesellschaft zu Technik quasi als „Leimroute“ genutzt. Dabei soll die Technik, das GPS Gerät, das Smartphone oder das Tablet jedoch nur als Hilfsmittel dienen, sich durch die Natur zu navigieren. Je nach Ausgestaltung des Angebotes können unterschiedliche Inhalte vermittelt werden und einen Beitrag zum informellen und lebenslangen Lernen bieten. Dieser Ansatz ist auch auf touristische Destinationen oder soziale Projekte übertragbar.

Im Rahmen der 2. Fachtagung der Fach-AG Naturhaushalt der Metropolregion Hamburg zu diesem Themenkomplex wurde anhand praktischer Projekte über die unterschiedlichen Ansätze und Chancen aber auch Grenzen und Risiken in der Bildungsarbeit diskutiert.

Kontakt: 

Aktion Fischotterschutz e.V.
Karsten Borggräfe

OTTER-ZENTRUM, 29386 Hankensbüttel
k.borggraefe@otterzentrum.de

Die Fachtagung wurde durch die Facharbeitsgruppe Naturhaushalt der Metropolregion Hamburg in Zusammenarbeit mit der Aktion Fischotterschutz, Regionalpark Wedeler Au e.V.  und GEO°BOUND Hamburg durchgeführt.