Fit für den demografischen Wandel
Metropolregion Hamburg beschäftigt sich mit den Folgen des demografischen Wandels für die Unternehmen der Region.
12.02.2010
Der Fokus lag auf Beispielen aus Klein- und mittelständischen Unternehmen, die sich bereits jetzt der Problematik stellen. In drei Foren ging es um gezielten Wissenstransfer zwischen alten und jungen Mitarbeitern, Personalstrategien der Zukunft und flexiblen Arbeitszeitmodellen.
Zu der Fachkonferenz hatte die Arbeitsgruppe Wirtschaft der Metropolregion Hamburg und die Demografie-Plattform Hamburg (Interreg Projekt DC NOISE) geladen. In seiner Einführung hob der Vorsitzende der AG, Dr. Jens Haass hervor: "Aufgrund des abnehmenden Erwerbspersonenpotenzials, aber auch zur Weitergabe von Wissen und Erfahrung, sind ältere Arbeitnehmer künftig noch weniger verzichtbar. Sie sind nicht Teil des Problems – sondern Teil der Lösung!"
Gernot Grohnert, Vizepräsident der Handwerkskammer Hamburg, in seiner Begrüßung: "Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels stellt sich immer lauter die Frage, wie die fertig ausgebildeten Fachkräfte weiter an den Betrieb gebunden und ältere Mitarbeiter trotz körperlicher Arbeit gehalten werden können".
Die Metropolregion ist bis zum Jahr 2020 unterschiedlich betroffen: Während Hamburg einen Anstieg des Durchschnittsalters von 41 auf 43 Jahre verzeichnen wird, steigt es beispielsweise im Elbe-Weserraum auf über 46 Jahre. Wächst die Bevölkerung der Stadt in den nächsten zehn Jahren noch leicht, so wird doch der Anteil der 50-jährigen Erwerbstätigen von 25 auf knapp 33 Prozent zunehmen. Heute dagegen bildet die Gruppe der 25-bis 49-jährigen in vielen Unternehmen den Kern der Belegschaft. In den nächsten Jahren schrumpft diese Gruppe erheblich – mit dramatischen Konsequenzen. Viele Betriebe sind sich der Folgen nicht bewusst, da sie die Altersstruktur im eigenen Haus kaum kennen: So glauben 60 Prozent der Unternehmen im Elbe-Weser-Raum, dass sie vom Fachkräftemangel nicht betroffen sein werden, rund 70 Prozent kennen aber zugleich die Altersstruktur ihrer Mitarbeiter nicht.
Olaf Stähler, Vizepräsident der IHK Stade, ist sich der Herausforderung sehr bewusst: „Eine Region, die nicht für die notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen sorgt, wird zu den Verlierern des demografischen Wandels gehören. Investitionen in Hochschulangebote, Verkehrs- und IT-Infrastruktur, Schulqualifikation, Verbesserung der Kinderbetreuung und regionale Entwicklungskonzepte sind Investitionen in die Zukunft!“
Rückfragen unter:
Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg
Marion Köhler
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49(0)40 42831 2278
E-Mail: presse@metropolregion.hamburg.de
www.metropolregion.hamburg.de

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