Industriekultur - Brücken Ostebrücken Hechthausen

In Hechthausen queren zwei große Brücken die Oste. Die Straßenbrücke ist eine formschöne Stahlkonstruktion von 1935, die Eisenbahnbrücke ein interessantes Bauwerk von 1945.

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Bis in das 20. Jahrhundert hinein trennte die Oste das Elbe-Weser-Dreieck mit Cuxhaven auf der einen und Stade auf der anderen Seite: Wer nördlich von Bremervörde über den Fluss wollte, musste Fähren benutzen. Lediglich für die Eisenbahn gab es seit 1881 bei Hechthausen eine feste Brücke. Dieses Bauwerk hatte noch ein Drehbrückenteil, sodass Segelschiffe mit ihren hohen Masten es passieren konnten. Von 1936 bis 1940 ließ die Reichsbahn es durch eine feste Brücke ersetzen. Am 3. Mai 1945, kurz vor dem Eintreffen der englischen Besatzer, sprengten deutsche Soldaten deren Stromüberbau. Doch schon am 31. Mai 1945 wurde der Auftrag für den Wiederaufbau mit dem bis heute erhaltenen Brückengerät erteilt: Mit diesen schnell montierbaren Behelfsbrücken ließ sich das gut umsetzen.

Die ebenfalls am 3. Mai 1945 angesetzte Zerstörung der benachbarten Brücke im Zuge der heutigen Bundesstraße 73 scheiterte, weil nur eine Sprengladung zündete. Damit blieb die erste feste Straßenbrücke der Region – 1935 eingeweiht – erhalten. Die formschöne Brücke, bei der auch die Pfeiler aus Stahl sind, wird durch einen Neubau etwa 50 Meter weiter südlich ersetzt. Dessen Bau soll Ende 2019 beginnen.

Ort: Feldstraße beziehungsweise Hauptstraße / Hohenlucht (B73), 21755 Hechthausen

Kontakt:
Sven Bardua
Tel. 040 / 430 16 76

Kurzprofil:

Typ: Balkenbrücken für Eisenbahn und Straße
Baujahr: 1940/45 (Eisenbahnbrücke) und 1935 (Straßenbrücke)
Hersteller: Habermann & Guckes AG (Kiel; Wiederaufbau Eisenbahnbrücke), Humboldt-Deutzmotoren AG (Köln; Straßenbrücke)
Maße: 142,40 Meter (Eisenbahnbrücke), 111 Meter (Straßenbrücke)

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