Industriekultur - Brücken Eisenbahnbrücken Hollenstedt

Vier eindrucksvolle Ziegelstein-Viadukte erinnern im Raum Hollenstedt noch immer an die 1902 eröffnete Eisenbahnstrecke. Dabei wurde die Bahn schon 1968 weitgehend stillgelegt.

Eisenbahnbrücken Hollenstedt

Seit 1968 ist die Eisenbahnstrecke zwischen Bremervörde und Buchholz (Nordheide) weitgehend stillgelegt, der Bahndamm oft kaum noch zu erkennen. Doch im Raum Hollenstedt erinnern unverändert vier eindrucksvolle Ziegelstein-Viadukte daran. Sie wurden zusammen mit der Strecke von 1899 bis 1902 errichtet, damit die Bahn hier die tiefen Bachtäler überqueren kann. Diese charakteristischen Höhenzüge sind während der Saale-Kaltzeit entstanden.

Die preußische Eisenbahnverwaltung hatte die Bahnstrecke im Prinzip als Teil einer Linie zwischen Berlin, Wittenberge (Elbe) und Bremerhaven bauen lassen – auch wenn sie nie durchgängig befahren wurde. Das Aufschütten der Bahndämme und das Durchqueren von Mooren waren mühevoll, zumal die Bauarbeiten noch weitgehend per Hand umgesetzt werden mussten. Das wichtigste Hilfsmittel waren Feldbahnen. So wurden allein 90.000 Kubikmeter Boden vom Bahnhofsgelände in Hollenstedt nach Osten bewegt, um hier den 19 Meter hohen Damm neben der Estebrücke aufzuschütten. Ein weiteres Viadukt steht westlich davon, ein kleineres auf der anderen Seite der Autobahn. Und auch die große Ziegelsteinbrücke über dem Staersbeck im gleichnamigen Dorf ist eindrucksvoll.

Ort: Am Glockenberg und Dierstorfer Straße (südlich der Straße im Wald), 21279 Hollenstedt, sowie: Forstweg, 21279 Staersbeck

Kontakt:

Sven Bardua

Tel. 0 40 / 430 16 76

Kurzprofil:

Typ: Bogenbrücken für die Eisenbahn

Baujahr: 1899–1902

Hersteller: Becker und Eberhard

Maße: Estebrücke Hollenstedt: Mittelöffnung 15 Meter breit, Seitenöffnungen je acht Meter, Höhe: etwa 19 Meter

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